Verwechslungsgefahr Bärlauch – Maiglöckchen

Bärlauch bestimmen„Kann ich das essen?“ „Kann man das Verwechseln“ – Diese Fragen zu Anfang der Saison direkt an der Pflanze zu klären ist Aufgabe meiner Wild Walks“. Im April jeden Dienstagabend von 18:30 bis 19:30. 4 Termine, danach kennt ihr euch aus.

Frage: Wie kann ich sicher sein, dass meine Kinder Bärlauch und  Maiglöckchen nicht verwechseln? Beides wächst bei uns im Garten…(Kerstin aus dem Pegnitztal)

TIPP 1: Wie alt sind Ihre Kinder?

Kindern unter 12 Jahren sollte man nicht die Verantwortung für eine Giftfrage überlassen. Hier heißt es „Manche Pflanzen sind lebensgefährlich. Bevor du was isst, zeigst Du es mir.“
Wenn Sie sicher sind, dass Ihr Kind sich auskennt, liegt es in Ihrer Hand ihm zu vertrauen.

TIPP 2:  Spielen Sie mit Ihren Kindern „Wald- und Wiesen-Quiz“!
Über Sie „Unterscheiden“ an den Fragen unten. An der Treffsicherheit der Ergebnisse können Sie das Risiko einschätzen.

TIPP 3: Vorsichtsmaßnahmen Im eigenen Garten:

Sie können die Maiglöckchen einfach umpflanzen. Oder entfernen und verschenken.

TIPP 4:  Unterscheidung leicht gemacht

Unterscheidung optisch:

a/ Bärlauch – Jedes Blatt ein eigener Stängel ||| Maiglöckchen 2 Blätter an einem Stängel
b/ Bärlauch – Blatt viel dünner, Blattunterseite matt, starke Mittelrippe ||| Maiglöckchen Blatt fester, Unterseite glänzt wie Oberseite

Unterscheidung nach Geruch:

c/  Bärlauch riecht knoblauchig, Maiglöckchen nicht!

TIPP 5: Giftiinfo Maiglöckchen

Alle Pflanzenteile sind seht giftig. Gerade bei kleinen Menschen wirkt das Gift schnell. Mein Freund Stefan hat z.B. in seiner Kindheit die Samenkapseln der Maiglöckchen als Munition für sein Blasrohr in den Mund genommen (nicht geschluckt!!) und hatte 2 Tage Brechdurchfall.

Man sollte also kein Risiko eingehen. Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben!

Liebe Grüße – Ihre Herbalista

Freikarten für „FrühjahrsLust“!

FrühlingsLust_Smoothie-Vortrag-Gabriele_Bräutigam

Ich verschenke an die Freunde der Wildkräuter 5 Eintrittskarten für die „Frühjahrslust“. Ihr seid  herzlich eingeladen euch auf dem wunderbaren Wolfganghof die schönsten Sachen für Haus & Garten anzusehen, Workshops mitzumachen und auch für die Kinder gibt’s viel Abwechslung.

Was? Wann? Am 11. +12. April  „Frühjahrslust“. Der vielseitige Markt für Garten, Freiräume und Kleintiere mit über 170 Ausstellern.

Mein Vortrag:
Kulinarische Buchvorstellung + Grüne Smoothies
Gabriele Leonie Bräutigam, Autorin
„Wilde Grüne Küche“ + „Wilde Grüne Smoothies“
Samstag 11.4., 15 -16 Uhr

Wo?  Auf dem idyllischen Jugendstilgut Wolfgangshof.
Wie?  Über das Kontaktformular. Einfach ausfüllen – Stichwort Frühlingslust“. Wer sich zuerst einträgt, bekommt die Karten.

Bid dann!

 

 

„Kilo-Killer“ Detox-Smoothie

Die überflüssigen Pfunde müssen weg – und zwar schnell. Ich habe 4 Kilo im Auge, die mich stören. Und ich beginne – heute. Warum? Mit der Frühlings-Tagundnachtgleichen wird der Stoffwechsel hochgefahren. Und zum „Abnehmen“  eignet sich optimal die Phase des abnehmenden Mondes (wie wir ihn seit ein paar Tagen haben). Und was hat Abnehmen jetzt mit Detox zu tun? Ganz viel. Beim Abnehmen setzt der Körper im Fettgewebe Weiterlesen

„Grüne-Smoothie-Dressing“ zum Winteraustreiben

Bachbunge_Brunnenkressesalat2 Der letzte Schnee taut, im Bach sprießt als erster Vitamin-C-Booster die Bachbunge (auch Bach-Ehrenpreis genannt). Herbfrisch mit leichter Bitternote soll sie den Cholesterinspiegel senken: Genau das Richtige zum Start in die Fastenzeit. Im Salat neben der Bachbunge noch Brunnenkresse (sie wuchs danaeben). Diese ist besonders reich an Senfglycoliden: Dem Feinschmecker bekannt als Delikatesse, dem Naturheilkundler als natürliches Antibiotikum. Gut für die Immunabwehr also. Dazu ein leichtes Grüne-Smoothie-Dressing – ganz ohne Sahne! Hmm – lecker!

ZUTATEN: (pro Portion)

Für den Salat:

  • 1 Hand voll Bachbunge & Brunnenkresse
  • 1 Hand voll gemischter Salat: Pflücksaat, Rote Bete-Blätter, Radicchio, Mangold
    Der Rote Kringel ist ein gespaltener Mangoldstiel. 🙂

Herbalista’s Grüne-Smoothie-Dressing:

  • 1 Teil Bio-Sonnenblumenöl (kaltgepresst)
  • 1 Teil Weißweinessig
  • 1 Teil Weißwein
  • 1 Msp. Galgant (oder Pfeffer)
  • 1 Msp. Meersalz
  • ½ TL Honig (vegan: Agavendicksaft oder Rübensirup)
  • 1 Salatstrunk oder Blattreste zum Emulgieren

ZUBEREITUNG DRESSING:

  • In den Mixer geben (am besten Hochleistungsmixer. Für den Familienalltag nehme ich z.B. den „Kleinen“ von Bianco).
  • 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.

Durch den Salat entsteht eine cremige Konsistenz wie sonst nur durch Zugabe von Sahne oder Yoghurt. Angenehm leicht – entlastend für den Cholesterinspiegel – lactosefrei!

Weitere Rezepte findet ihr in Buchtitel Wilde Grüne Küche
 „Wilde Grüne Küche“. 10 Wildkäuter – 50 Power-Snacks.  Vegetarisch | vegan. 192 Seiten. Guten Appetit!

Bio ist gesünder – 60% mehr Antioxidantien!

Bio oder Konventionell? Um dem Verbraucher zu dieser umstrittenen Frage endlich eine solide Auskunft zu geben hat die renommierte Universität Newcastle insgesamt 343 Studien analysiert und verglichen:

60% mehr Antioxidanzien –
bis zu 50% geringere Schwermetallbelastung

Das internationale Team unter der Leitung von Prof. Carlo Leifert stellte in dieser größten Studie ihrer Art fest, dass in biologisch erzeugte Lebensmittel der Gehalt einer ganzen einer Reihe von Schlüssel-Antioxidanzien bis zu 60% höher ist als bei konventionell angebautem Gemüse. Das entspricht 1-2  „Tagesportionen“ (ausgehend von der Empfehlung, um sich gesund zu ernähren, solle man pro Tag 5 Portionen Obst und Gemüse essen).

Außerdem enthalten Bio-Lebensmittel deutlich weniger toxische Schwermetalle: z.B. 50% weniger Cadmium.

Eine gute Nachricht für alle, die sich gern gesund ernähren. Bio ist tatsächlich besser für uns und die Natur. Die Wilde Grüne Küche: 10 Wildkräuter – 50 Power-Snacks, Vegan & Vegetarisch
verwendet darum ausschließlich Bio-Produkte – und Wildsammlung. Guten Appetit!

Quelle: “Higher antioxidant concentrations and less cadmium and pesticide residues in organically-grown crops: a systematic literature review and meta-analyses.” Baranski, M. et al. British Journal of Nutrition, July 15th 2014.

Wildkräuter einfrieren im November?

Draußen ist es immer noch grün… aber sind diese Kräuter wertvoll für grüne Smoothies? Kann man im November noch ernten? Das fragt sich nicht nur Susanne aus Ostfriesland.
Liebe Frau Bräutigam,
leider habe ich Ihr phantastisches Buch erst jetzt im Herbst erworben. Noch immer treiben hier Brennessel, Gundermann, Himbeeren und vor allem meine Kapuzinerkressen fleißig aus.
Sie schreiben, es sei besser im Frühjahr zu ernten und einzufrieren, als im Herbst frisch zu ernten, was ich leider verpasst habe.
Also: noch ernten? die Kapuzinerkresse verwende ich täglich und ich frage mich: Blätter und Blüten im Gefrierbeutel einfrieren oder mit etwas Wasser vermixen und die zähe Masse in Eiswürfelbereitern einfrieren und erst dann in Beuteln tieffrieren? (aufgetaute Blätter sehen nicht gerade sehr appetitlich aus…)
Gratuliere zu dem tollen Buch, das endlich mal smoothie-Rezepte liefert, die nicht so obstlastig sind.

ganz ganz herzliche Grüße aus Ostfriesland
Susanne

Antwort: Erntezeit für das „Wilde Grün“ ist optimalerweise das Frühjahr, der „First Flush“. Er schmeckt am leckersten, hat die wenigsten Bast- und Bitterstoffe. Die meisten Pflanzen kann man aber das ganze Jahr ernten, siehe Sammelkalender: Denn frisch ist immer besser als konserviert (trocknen, einfrieren, eingelegt…). Also toll, das bei euch im hohen Norden noch so viel wächst.
Einfrieren kannst du natürlich auch, da du das Buch mit den Rezepten erst jetzt gefunden hast, solltest du keine Sekunde zögern nicht schnell einen Wintervorrat anzulegen. Besser ist es natürlich im Frühjahr. Aber das nächste Frühjahr kommt gewiss.
In Eiswürfeln gefroren sieht das Grün natürlich appetitlicher und „professioneller“ aus und lässt sich bequem dosieren: 4-6 Würfel rein – fertig! Durch das Mixen werden allerdings die Pflanzenzellen aufgebrochen, und die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe haben 3 Stunden Zeit zur Oxidation. Was nicht so gut ist. Es sei denn, Du hast einen Schockfroster.
Ich persönlich würde daher immer portionsweise im TK-Beutel einfrieren. Wichtig: Vor dem Verschließen Luft absaugen. Die Portion dann unaufgetaut in den Smoothie geben – 2-3 Eiswürfel dazu – schnell mixen – fertig! Guten Appetit!

Wildkräuter in der Schwangerschaft?

„Muss ich mit Wildkräutern in der Schwangerschaft aufpassen? Ich liebe Wildkräuter-Smoothies!“ (Anna aus Berlin, 16.08.2014)

Antwort: Liebe Anna, In der Schwangerschaft bist du nicht allein: du hast einen Mitesser. Gerade in den ersten 3 Monaten sollte man alle „Fremdeinwirkungen“ – Nahrungsergänzung (außer vom Arzt verschieben), pflanzliche Heil- und Genussmittel vermeiden. Das Baby soll sich von Grund auf „eigen“ strukturieren können. Man bedenke: Wirkungen und Nebenwirkungen von „was auch immer“ sind für diese Lebensphase NICHT evaluiert, entsprechende Studien wären aus moralischen Gründen nicht vertretbar und auch schwer überprüfbar. Das gilt auch für Wildkräuter, die eine sehr hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ausgeprägte Heilwirkungen haben. Für das Kleine gilt in besonders hohem Maß die Formel

„Allzuviel ist ungesund“

Um zu erfassen, wie wenig zu viel sein kann, muss man sich nur vorstellen, wie mikroskopisch klein so ein Zellhaufen ist. Es gibt einige Kräuter, von denen ganz abzuraten ist: z.B. weil sie Wehenaktivitäten auslösen können. Die mir bekannten, von denen ich komplett abraten würde, habe ich hier für euch zusammengefasst.

NO! Rote Liste (Wild-)Kräuter/ Schwangerschaft:
„Für Schwangere nicht geeignet“:

 

  • Aloe Vera
  • Beifuß
  • Beinwell
  • Berberitze
  • Eberraute
  • Engelwurz
  • Frauenmantel
  • Hirtentäschel
  • Mistel
  • Poleiminze
  • Rainfarn
  • Wachholder
  • Wermut

IN DER SCHWANGERSCHAFT:
Vorsichtig sein bei …

Also auf keinen Fall als Tee tinken!! Bei Teemischungen Zusammensetzung nachlesen! Auch bei deinem Lieblingstee! Im Tee, Smoothie oder Pesto erreichst du Konzentrationen, die die Gebärmutter ungewollt aktivieren können. Die Verwendung als Küchengewürz ist ungefährlich:

  • Anis 
  • Bockshornklee 
  • Chili 
  • Eisenkraut (Verbene) 
  • Fenchel 
  • Himbeerblätter 
  • Knoblauch (größere Mengen) 
  • Lavendel 
  • Liebstöckel 
  • Majoran 
  • Muskat 
  • Petersilie 
  • Rosmarin 
  • Salbei 
  • Tee schwarzer 
  • Thymian 
  • Zimt
Das Problem ist, dass viele der oben genannten Kräuter die Gebärmutter stimulieren. Dies kann zum Einleiten der Wehen durchaus erwünscht sein, vorher nicht. Vertraue dich einer naturheilkundlichen Hebamme an – sie wird dich gerne beraten.
Wahre Geschichten – echte Tipps: Nur um das Thema „Dosierung“ richtig einzuordnen: Würzen ist ok. Da müsst ihr keine Angst haben. Als meine Freundin Mara allerdings ihren Husten im 6. Monat mit 2 Liter Thymiantee pro Tag kurieren wollte (wie sie es sonst auch macht) hatte sie nach 3 Tagen fast einen Abgang und sie musste 2 Wochen liegen. Was vermutlich aber nicht nur am Tee, sondern auch an ihrem Extremhusten lag und daran, dass sie statt Ruhe zu geben, in ihrem Bauernhof Putz abgeschlagen hat. Also – passt auf euch auf. Ihr seid nicht allein. Ihr habt Aufgewicht.

Schwanger & schön ohne Hormonfalle!

 

Hier noch einige Empfehlungen aus meiner persönlichen Erfahrung als 2-fache Mutter, die nichts mit Wildkräutern zu tun haben, die mir aber wichtig sind:

  • Keine essentiellen Öle 
  • Keine parfümierte Körperpflege: in NL ist sie sogar verboten, wegen der Phthalate. Phthalate simulieren weibliche Hormone und stören damit nachhaltig den Aufbau des Körpereigenen Hormonsystems des Kindes!!
  • Kokosöl oder Weizenkeimöl zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen (ich habe keine bekommen). Einfach täglich einmassieren (Bauch, Beine, Po). Nachhaltigkeits-Tipp: Die Textilien vor dem Waschen 1-2 Stunden in Soda einweichen (Beschädigt die Farben und Fasern nicht, außer bei Seide und Wolle, wo es ungewollt auch den natürlichen Fettgehalt der Faser verseift). Altes Hausmittel, umweltfreundlich, in jedem Drogeriemarkt für 1-2 Euro zu haben und sehr zu empfehlen.

Liebe Anna, ich hoffe, ich konnte dir helfen. Viel Spaß euch beiden

Eure Herbalista

Wilder Grüner Smoothie à la Sushi mit Luzerne

Wildkräuter-Grüner-SmoothieViel Eiweiß plus ein Hauch Meeresbrise. Eine coole Energiequelle an heißen Tagen ist der Luzerne-Gurken-Smoothie à la Sushi. Kennen Sie das „Superfood“ Alfalfa? Viele ziehen es sich regelmäßig als Sprosse. Ist die Pflanze erwachsen, heißt sie Luzerne und ist eine unserer eiweißhaltigsten Wildpflanzen. Ihre Karriere begann sie als Kraftfutter für Araberhengste. Dieser Smoothie schmeckt grün, seidig-cremig mit feinen Kräuteraromen und hat eine fast buttrige Konsistenz. Kann man an heißen Tagen auch gut geeist als Gazpacho genießen.

ZUTATEN:
1 gute Handvoll blühende Luzerne (ca. 6 Zweige, 15 Zentimeter)
Schalenabrieb und Fruchtfleisch von ¼ Zitrone
1 Prise Nori-Algen
½ Salatgurke
1 Prise Fleur de Sel (nach Bedarf)
2 Handvoll Crushed Ice

Ergibt etwa 0,5 Liter.

ZUBEREITUNG • Luzerne waschen, zähe Stängel entfernen. • Gurke waschen, in grobe Stücke schneiden. • Schale von ¼ Zitrone abreiben, dann das Viertel schälen (den weißen Teil der Schale entfernen, er ist bitter). • Crushed Ice in den Mixer füllen. • Luzerne, Gurke, Zitronenschalenabrieb und -fruchtfleisch sowie Alge und ggf. Fleur de Sel dazugeben. Mixen. • Mixer-Info: Hochleistungsmixer – Mixdauer ca. 20 Sekunden; Küchenmixer – Mixdauer ca. 2 Minuten (Stängel der Luzerne vorher entfernen).

Tipps: Wenn Sie entsalzte Algen verwenden, mit etwas Fleur de Sel abschmecken. Die Zitrone unterstützt den Detox-Effekt. Wenn Sie es milder mögen, statt Zitronenschalenabrieb und -fruchtfleisch 1Stück Zitronenschale der Amalfi-Zitrone in den Smoothie geben.
Dies ist eines von 50 coolen Grüne-Smoothie Rezepten für den Hochsommer aus dem Buch  „Wilde Grüne Smoothies“.

Sekundäre Pflanzenstoffe in Kulturpflanzen?

Frage: Ihr Buch „Wilde grüne Smoothies“ habe ich gründlich gelesen und fand es sehr hilfreich, aber wie ist es mit den Inhalten der Kulturpflanzen im Garten wie z.B. Stockrosen, Zuchtrosen, Frauenmantel, Fetthenne, Ringelblumen, Beeren? Weiterlesen