Brennnessel-Brotkuchen

Brennnesseln sind unser heimisches Superfood No.1, was Eiweiß, Eisen und Chlorophyll anbelangt. Männer schätzen sie als natürliches Protein zum Muskelaufbau, Frauen wegen ihrer Wirkung als hochpotentes Schönheitstonikum für Haut und Haar.

Zubereitung: 10 Minuten
Backzeit: ca. 25 Minuten Weiterlesen

Agave (Agave americana L.)

Die AGAVE kennt jeder von der elterlichen Terrasse. Doch als Heilpflanze? Hat sie eine lange, jedoch völlig vergessene Tradition. Zeit für eine Neu-Entdeckung!

Die Agave americana gehört zu den „Spargelartigen“. Und das gibt uns schon einen Hinweis auf ihren Geschmack: Dezent-frisch und knackig wie der Spargel – Außenhaut und Stacheln vor Genuss bitte abschälen. Hat der Spargel eine eher mineralische Note schmeckt die Agave hingegen fast leicht blumig.

Die Agave americana stammt ursprünglich aus Amerika und Mexiko, wird aber weltweit in frostfreien Klimazonen kultiviert und wildert dort auch aus. Von den Indianern wurde sie als Heilpflanze eingesetzt. In Europa wird die Agave als Heilpflanze erstmals Weiterlesen

Holunderblüten (Sambucus nigra flos)

Holunderblüten roh essen … ja oder nein? Der Holunder (Sambucus nigra) duftet verfüherisch nach Frühling und schon tauchen Fragen auf. Ist Holunder giftig? Und wenn ja, welche Teile? So schrieb  Hollerbluete- Sambucus nigramir Foodbloggerin Barbara von eintopfheimat.com

„Hallo Gabriele, kannst du mir mit einer Info weiterhelfen.Weisst du als Expertin, ob frische Holunderblüten, also nur die Blüten, nicht die Stiele, essbar sind? Ich finde nur widersprüchliche Informationen im Netz. Ich möchte sie auf einem Kuchen verwenden. Manche schreiben, dass sie nicht gegessen werden sollten.“

Gute Farge: Die Blüten kannst du wirklich ungeniert genießen: roh, in Sirup, getrocknet als Tee. Die grünen Stängel allerdings können übles Bauchgrimmen verursachen. Darum nicht die ganze Dolde essen, diese höchstens in einem Auszug ansetzen z.B. als Holundersirup (seeehr lecker). Oder man kann die Stängel natürlich beim Hollerküchlebacken oben rausstehen lassen und als Griff verwenden: zum Wegnaschen. Oder der sie, wenn das Küchle ausgebacken ist, mit einer Schere abschneiden.

Inhaltsstoffe Holunderblüten:

  • Bis zu 3,5% Flavonoide (u.a. Rutin)
  • Ätherische Öle
  • Terpene
  • Kalium

Eigenschaften Holunderblüten:

In der Volksmedizin werden Holunderblüten wegen ihrer schweißtreibenden und lindernden Wirkung wie Lindenblüten vor allem als Tee bei Erkältungskrankheiten mit trockenem Husten und gereizten Schleimhäuten eingesetzt. Durch ihren angenehm süßen Geschmack schmecken sie auch Kindern gut.

Standort von Holunder:

Holunderbüsche wachsen gern im Halbschatten an Waldrändern

Holunderbusch–sambucus_nigraHolunderblüten Sammeln:

Der Holunder blüht je nach Standort von Ende Mai bis Mitte Juni. Man schneidet die gerade aufgeblühten Holunderblütendolden, an denen die Staubgefäße noch samtig-prall gefüllt sind. Ideale Sammelzeit für das beste Aroma ist der vormittag gegen 10 Uhr wenn der Tau abgetrocknet ist. Es darf 24 Stunden vorher nicht geregnet haben,

Verwendung von Holunder in Küche und Heilkunde:

Als Tee gelten Holunderblüten als bewährtes Hausmittel bei Fieber und Erkältungen … einem Grünen Smoothie oder auch Fruchtsmoothie verleihen sie (ohne Stängel) frühlingshafte Raffinesse. Dosierung: ca. 1 Holunderblütendolde pro Grünen Smoothie.
Holundersirup schmeckt alkoholfrei als Limonade oder als „Hugo“. Er eignet sich auch ideal zum Aromatisieren von Tortengüssen, Puddings und Baisers.“Hollerküchle“ – Holunderblüten herausgebacken in einem leichten Bierteig sind hier in Franken ein Lieblingsrezept.

HINWEIS: Man fällt nicht um, wenn man 3-4 Küchle mit Stängel isst, aber als Kind ist mir regelmäßig flau im Magen geworden. Darum kommen bei mir die Stängel weg. Immer. Sie fügen ja auch weder kulinarisch noch sensorisch was Tolles hinzu. Als „Griff“ jedoch sind sie jedoch unschlagbar …

Link-Tipps:
–> Info zum Holunder: http://www.botanikus.de

Grüner Smoothie mit Baumblüten

Baumblüten-Smoothie

Energie für den Neubeginn

Alle Blüten der „prunus-Familie“ – Weißdorn, Schlehe, Traubenkirsche, Zwetschge – kann man essen. Eurem Grünen Smoothie verleihen sie ein raffiniertes Bittermandelaroma – ähnlich wie Amaretti. Ein „Wildkräuter-Smoothie“ zum Verlieben.

Zutaten Grüner Smoothie:

  • 1 kleine Handvoll Baumblüten
  • 1 Handvoll junge Birken-, Buchen- oder Lindenblätter oder grünen Salat
  • 1 Banane
  • 1 Bio-Apfel
  • ½ Bio-Zitrone
  • 0,1 l Wasser
  • 1 Handvoll Eiswürfel

vegan – glutenfrei – laktosefrei

Zubereitung Wildkräuter-Smoothie mit Baumblättern

Den Salat und die Blätter waschen – Blüten nicht waschen. Banane und Zitrone schälen, den Apfel nicht. Früchte in grobe Stücke schneiden. Obst und Alles mit dem Wasser in dem Mixer geben, Eiswürfel oben drauf – mixen… genießen!

Link-Empfehlung Buch-Tipps:
-> Alles über Grüne Smoothies mit Wildkräutern: „Wilde Grüne Smoothies“ (Hans Nietsch-Verlag, 5. Auflage)
-> Superfoods von der Wiese: „Wilde Grüne Küche“ (Hans Nietsch-Verlag, 2. Auflage)

Ackerschachtelhalm (equisetum arvense)

Der ACKERSCHACHTHALM  (Equisetum arvense) ist mein Favorit für Schönheit und Anti-Aging. So wenig einladend er aussieht …der Kieselsäure-Booster wirkt kleine Wunder zur allgemeinen Straffung des Gewebes (Krampfadern, Cellulite)  für schöne Haut, glänzendes Haar und feste Fingernägel.

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Ackerschachtelhalm schmeckt überraschend angenehm, mild und mineralisch süß. Gehört in jeden Ü40-Tee, noch beser als Kaltauszug. In größerer Menge auch als Badezusatz. Wer keine Lust auf Kräutertränke hat, gibt eine Hand voll kleingeschnitten ins Mischgemüse, dem er dann eine angenehm herbfrische Note verleiht.

Inhaltsstoffe:

10 Prozent Kieselsäure (!), Kalium, Magnesium, Flavonoide

Eigenschaften:

• straffend
• entwässernd
• Gewebe festigend
• Immunsystem stärkend

Der Ackerschachtelhalm ist von der Kommission E als Arzneipflanze anerkannt.

STANDORT: Wächst an Böschungen, Wald- und Wiesenrändern im (grundwassernahen) Flachland auf Sand- oder Lehmböden. Etwa 30 Zentimeter hoch.
SAMMELN: Im Frühjahr bis in den Herbst, immer nur die jungen, noch weichen Triebe ernten. Regelmäßiges Abernten (3- bis 4-mal pro Jahr) fördert den Nachtrieb. ACHTUNG! Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm möglich.
Garten-TIPP: Der Kaltauszug (über Nacht in kaltem Wasser eiungeweicht) hilft bei Pflanzen gegen weiße Fliege und Blattläuse. Oleander bevor man Sie im Winter in den Keller stellt einsprühen – und bei Schädlingsbefall wiederholen.