Kräuterwanderung + Workshop „Wilde Grüne Smoothies“

Grüne_Smoothies-WorkshopWildkräuter sind unsere heimischen „Superfoods“: Sie überbieten Salat & Gemüse um das bis zu 23fache an Vitaminen, Enzymen und Antioxidantien. Im Grüne-Smoothie-Workshop mit Kräuterwanderung erfahren welche Wildkräuter für Wilkräuter-Smoothies besonders geeignet sind und wie ihre Heilkräfte und Wirkstoffe im Wechsel der Jahreszeiten in der Ernährung nutzt. Leiterin: Gabriele Leonie Bräutigam (Autorin „Wilde Grüne Smoothies“).

Termine 2017:
21. Mai 2017: Kräuterwanderung + Smoothie-Workshop – ausgebucht
29. Juli 2017: Kräuterwanderung + Smoothie-Workshop ausgebucht
05. August 2017: Kräuterwanderung + Smoothie-Workshop ausgebucht

Mixerinfo: Im direkten Vergleich kommen zum Einsatz Vitamix TNC 5200, Bianco puro, Bianco primo.

Anmeldung erforderlich. Auch als Geschenk-Gutschein. Bitte mitbringen: Feste Schuhe zum Wechseln, Stift, Sammelkörbchen. Treffpunkt Oedmühle. Die Kräuterwanderung beginnt um 10 Uhr, dauert ca. 2,5 Stdunden, der anschließende Workshop endet gegen 14:30. Kursgebühr: 49,- Euro + Materialgeld 9,- Euro. Buchung per e-mail: leonie(at)herbalista.eu Tel: 09154 – 9156964

Veranstaltungsort: Oedmühle, Am Weinberg 2, 91249 Weigendorf-Oed. Auf der Frankenalb bei Nürnberg

Spitzwegerich (Plantago lancelota)

Ob Husten oder Bienenstich – unter den Wildkräutern gibt es ein „Allheilmittel“: den Spitzwegerich. Und seine beiden „Brüder“: den Breitwegerich und den Mittleren Wegerich.

Spitzwegerich_mit_Knospen_1

Der SPITZWEGERICH (Plantago lancelota) wächst bei uns an jedem Wegesrand, auf fast jedem Rasen (ungeliebt) und auf nahezu jeder Wiese. Dass die Wildpflanze eine unserer wertvollsten Heilpflanzen ist, wissen noch viel zu wenige. Er schmeckt angenehm mild, Weiterlesen

Kann ich das essen?

Sicher hast du ein paar Fragen zu Wildkräutern und Wildkräuter-Smoothies, bevor du startest. Wildkräuter Sammeln – Wildkräuter bestimmen – Wildkräuter aufbewahren – Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern – Fuchsbandwurm ? In diesem Kapitel erfährst du alles über den sicheren und sinnvollen Umgang mit Wildkräutern. Solltest du danach noch Fragen haben, schreib mir bitte.

Wildkräuter-Wissen auf einen Blick

Spitzwegerich-SmoothieDie 10 goldenen Regeln zum Sammeln von Wildkräutern und Herstellen Wilder Grüner Smoothies: Ernten – Verarbeiten – Genießen. Und warum man sich vor dem Fuchsbandwurm nicht fürchten muss. 

1.     Wildkräuter BESTIMMEN

Ernte nur Wildkräuter, die du kennst. Als sicher gilt die Bestimmung über 3 Merkmale (z.B. Form des Stängels, Geruch, Blütenfarbe o.ä.) Besuche eine Kräuterwanderung und nutze ein Pflanzenbestimmungsbuch. Meine Empfehlung: Die Bücher von Steffen G. Fleischhauer. Nicht alle essbaren Wildkräuter sind für Wildkräuter-Smoothies geeignet. Darum habe ich das Buch „Wilde Grüne Smoothies“ geschrieben. Hier stelle ich dir die 50 besten Smoothie-Wildkräuter mit einem einseitigen Portrait und Foto vor. Wenn du dir nicht sicher bist, gilt die Regel „If in doubt, leave it out“. Es entgeht dir nichts – die Natur ist extrem vielfältig.

2.     Wildkräuter-Snesorik-Test: Nutze deine Sinne

Je nach Boden und Klima können die gleichen Wildkräuter recht unterschiedlich aussehen: groß oder klein, selbst die Farbe der Blätter kann anders ausfallen. Nutze deine Sinne: sehen – fühlen – riechen – schmecken. In dieser Reihenfolge. Der „Wildkräuter-Sensorik-Test“ erspart dir unangenehme Überraschungen. Und belohnt deinen ganzen Körper mit einen ganzheitlichen Erlebnis.

Um Sicherheit zu erlangen, was sich wie anfühlen und wie schmecken sollte, besuchst du am besten zuerst eine Kräuterwanderung.Wenn du es genau wissen willst, würde ich dir: Eine Wildkräuter-Grundausbildung vermittelt

3.     Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm

„Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher, als sich durch den Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren“, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Robert-Koch-Institut. Die Krankheit, die unbehandelt zum Tod führen kann, sei zum Glück sehr selten.

Die Infektion mit dem kleinen Fuchsbandwurm (=aveoläre Echinokokkose) ist eine meldepflichtige Krankheit.

Hier zum Link der -> aktuellen Meldestatistik nach Bundesländern des Robert-Koch-Institut. Berlin ist weitgehend vom Fuchsbandwurm unbetroffen (4 Fälle im Jahre 2014), in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gab es 2014 keine Neuinfektionen mit Fuchsbandwurm. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg je eine gemeldete Neuinfektion. In Bayern traten 21 neue Fälle von Echinokokkose in Baden-Württemberg 20, das sind in beiden Bundesländern 25-30% weniger als im Vorjahr. Das ist dafür, dass die Durchseuchung der Füchse z.B. auf der Schwäbischen Alb mit 100% angegebenen wird sehr wenig.

Entgegen hartnäckiger Gerüchte gibt es keine Hinweise auf die Übertragung durch den Verzehr von Wildpflanzen oder Waldbeeren. Auch besiedeln Füchse immer häufiger Städte und stadtnahe Gebiete. Über 1600 Füchse lebten schon 2006 in Berlin, fünfmal mehr als in den umliegenden Wäldern. Das Futter lockt: Mäuse, Ratten, Katzenfutter …

Infektionsquelle:

Als größte Infektionsquelle für Fuchsbandwurminfektionen wird der enge Kontakt (Schmusen) mit Haustieren angesehen (Hunde oder Katzen, die Mäuse fressen). Prof. Dr. Brehm wies im Interview, das ich mit ihm zu diesem Thema November 2013 führte, auch darauf hin, dass die meisten in Deutschland am Menschen diagnostizierten Echinokokkose-Infektionen gar nicht aus dem deutschen Wald kommen, sondern „Urlaubsmitbringsel“ von Reisen in entsprechend durchseuchte südliche Gebiete sind und dort über Straßenhunde und Straßenkatzen übertragen werden (entweder über „Streicheln“ oder den Kontakt mit dem mitreisenden eigenen Hund). Diese sogenannte zystische Echinokokkose wird in der Statistik gemeinsam mit dem „Fuchsbandwurm“ geführt.

Dazu das Robert Koch Institut:

„Der Mensch nimmt die Wurmeier durch kontaminierte Hände entweder nach direktem Kontakt mit infizierten Endwirten (Fuchs, Hund, Katze), an deren Fell die Eier haften können, oder durch Umgang mit kontaminierter Erde auf. Die Möglichkeit der Übertragung durch kontaminierte Nahrungsmittel (Waldbeeren, Pilze) bzw. kontaminiertes Wasser ist nicht geklärt.

Quelle: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Echinokokkose.html#doc2398572bodyText6

Weil es sich hier jedoch um reine Statistik handelt, habe ich einen erfahrenen Jäger befragt: Er würde Wildwechsel (sichtbar als Trampelspuren im Gras) meiden.

Prävention:

Waschen kann Fuchsbandwurmeier zwar nicht zerstören, die Gefahr aber mindern. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zur Prävention von Fuchsbandwurm:

• Händewaschen! Vor allem nach dem Kontakt mit Haustieren
• Kochen oder Trocknen der Pflanzen (sichere Prävention)
• Waschen von Waldfrüchten und Wildkräutern

4.     Ernte nur so viel du brauchst

Ernte nur das, was du für dein Leben brauchst. Näherst du dich der Natur mit dem Gefühl der Achtsamkeit, wirst du mit reichen Sinneseindrücken belohnt. Das Ernten der Wildkräuter ist ein Teil des Genusses bei deinem Wildkräuter-Smoothie. Ernte nie mehr, als du in 3 Tagen verbrauchen kannst.

Natürlich kannst du Kräuter auch auf dem Markt oder im Bioladen kaufen. Das ist besser als auf die Vitalstoffe verzichten. Du verzichtest aber auf einen Teil des Erlebnisses.

5.     Wildkräuter Aufbewahren

Verwende zum Sammeln – vor allem im Sommer –  einen Gefrierbeutel mit einem feuchten Stück Küchenrolle am Boden. Unsere heimischen Wildkräuter brauchen viel Feuchtigkeit um knackig zu bleiben. Lege die Kräuter vorsichtig hinein, blase den Beutel etwas auf und verschieße ihn mit einer Gefrierklammer. Die Wildkräuter ruhen nun in einem Luftkissen mit eigenem Mikroklima. So kannst du Wildkräuter und -Blüten im Kühlschrank gut 3-4 Tage aufbewahren. Da der Beutel durchsichtig ist, behältst du den Überblick!

6.     Dein Geschmack ist der „Sensor deines Stoffwechsels“

Wildkräuter sind besonders reich anVitalstoffen. Nun funktioniert aber Körper jedes Menschen etwas anders. Grund dafür ist unser Stoffwechsel, der die Aufschlüsselung unserer Nahrung regelt. So kann es sein, dass dem einem schmeckt, wo der andere ausruft „Ist das bitter…!“. Oder „Ist das sauer…!“. Beide haben recht. Unser Geschmack signalisiert, was sich unser Körper gerade wünscht. Aus diesem Grund sind Wildkräuterezepte immer Empfehlungen, die du an deinen persönlichen Bedarf anpasst. Verlass dich auf deinen Geschmack. Dein Körper wird es dir danken.

Wildkräuter & Allergien

Einige Wildkräuter enthalten allegene Stoffe. Allergien können auftreten bei Beifuß (Artemisia), der deshalb nicht von der Kommission E in die Liste der Heilpflanzen aufgenommen wurde. Erhöhte Allergie-Gefahr besteht auch bei Schafgarbe, Spitzwegerich, Johanniskraut (erhähte Lichtsensibilität) und äußerlich bei Wiesenbärenklau und natürlich dem als giftig bekannten Riesenbärenklau (Kontaktallergie). Letzterer ist tabu.

Achtung:Die Dosis macht das Gift. Darum rate ich gerade bei Wilkräuter-Smoothies zu vorsichtiger Dosierung. Weniger ist mehr! Nur weil ein Hochleistungsmixer es (technisch) trinkbar macht, muss es nicht gut für euch sein. Respektiert euren Geschmack als zuverlässiger Sensor eures Stoffwechsels (siehe Absatz 6). Mogelt ein Zuviel an Bitterstoffen nicht mit süßer Mango weg 🙂

7.     Viele Wildkräuter sind Heilkräuter!

Wildkräuter schlagen Kulturpflanzen in ihrem Gehalt an Blattgrün, pflanzlichem Eiweiß und sekundären Inhaltsstoffen bei weitem – viele Wildpflanzen haben eine solche Kraft, dass sie traditionell als Heilkräuter eingestuft werden. Diese gilt es mit Vorsicht einzusetzen. Informiert euch über deren Wirkung – so könnt ihr Wildkräuter-Smoothies, Wildkräuter-Suppen und Wildkräuter-Salate gezielt für euer Wohlbefinden nutzen. Das entsprechende Wissen eignet ihr euch am besten in einem entsprechend fundierten Kurs für Wildkräuter-Smoothies an: am besten ein Workshop mit Kräuterwanderung wie der Kurs „Wilde Grüne Smoothies“ in der Oedmühle.

8.     Nutze den Rhythmus der Natur

In der traditionellen Naturheilkunde werden Heilpflanzen genutzt, um dem Körper einen Impuls zu geben. Dabei gilt es zu beachten: Der Körper gewöhnt sich schnell, aus Impuls wird Gewohnheit. Es empfiehlt sich daher, Wildkräuter spätestens alle 3-4 Wochen zu wechseln. Die Natur hilft dir: etwa alle 6 Wochen sind andere Wildkräuter im optimalen Erntestadium.

9.     Wilde Grüne Smoothies – Weniger ist mehr

Wildkräuter sind erheblich reicher an Inhaltsstoffen als Gemüse, Salat oder Obst. Beginne vorsichtig und steigere den Anteil an Wildkräutern in deinem Salat oder Wildkräuter-Smoothie langsam. Den nötigen Anteil an Blattgrün erreichst du zunächst durch Blätter von Kulturpflanzen wie Möhrenkraut, Salat, Kohlrabiblätter (aus Bio-Anbau). Steigere den Wildkräuteranteil langsam über mehrere Wochen. Achte auf deinen Geschmackssinn.

10.  Wildkräuter-Smoothies Frei gemixt – das „Nimm 3“-Prinzip

Du kannst Wildkräuter nach ihrem Geschmack kombinieren: z.B. ein Basiskraut und eines für das Aroma. Oder nach Wirksamkeit für deinen Körper auswählen. Wichtig: mische nicht zu viel durcheinander. Verlasse dich auch hier auf deinen Geschmack. Ein Wildkräutergericht (ob Salat, Sorbet oder Smoothie) sollte ein Konzert der Aromen sein und kein Geschrei. „Nimm 3“ ist eine gute Faustregel. Weitere Tipps und 50 leckere Rezepte für Wildkräuter-Smoothies findest du in Wilde grüne Smoothies, 50 Wildkräuter – 50 Rezepte, Vegan & köstlich.

Link-Tipps:

Pflanzen-Bestimmungsbücher:
-> Wildkräuter bestimmen nach Blattform: Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen, Steffen Fleischhauer e.a.
-> Wildkräuter bestimmen nach Blütenfarbe: BLV-Pflanzenführer für unterwegs. Schauer/Caspari


Wildkräuterkurse:
-> Wildkräuter-Smoothie-Workshop mit Kräuterwanderung: >hier anmelden
-> herbalista® Basic Wildkräuter-Zertifikatskurs: > hier anmelden
Es gibt eine Vielzahl von Kursen, Seminaren und Vorträgen, sicher auch in eurer Region. Informiert euch über die Referenzen des Referenten. Da es sich um „wertschöpfendes  Weltwissen“ für euer Leben handelt, kann es sich lohnen, auch weiter zu fahren.


Wildkräuter-Bücher:
-> Das große Buch der Wildkräuter-Smoothies: „Wilde Grüne Smoothies“
-> Für die schnelle, unkomplizierte Naturküche: „Wilde Grüne Küche“
Als ich begann, die Wildkräuter zu erforschen, stellte ich fest, dass es nur ganz wenige wirklich alltagstaugliche Wildkräuter-Kochbücher gibt. Mit schnellen, einfachen, für unser mobiles Leben ernährungsphysiologisch sinnvollen Rezepten gibt. Darum habe ich die beiden oben genannten Bücher geschrieben.

Franzosenkraut (Galinsoga ciliata)

Franzosenkraut-grüner Smoothie-herbalistaDas FRANZOSENKRAUT (Galinsoga ciliata) ist der Hochsommer-Favorit unter den Wildpflanzen. Wenn man viel schwitzt, kann man den Mineralverlust ganz leicht such ein paar Wildkräuter im Grünen Smoothie oder Salat ausgleichen. Franzosenkraut enthält pro 100 Gramm mehr Eisen als Fleisch und mehr als doppelt so viel Calcium wie Milch. Aufgrund seines hohen Eisengehalts empfehlenswert für Frauen und die vegane Ernährung. Bei uns wächst das Franzosenkraut in den Hitzemonaten Juli und August üppig in Blumentöpfen, auf Äckern, in den Gärten.

Inhaltsstoffe:

Eisen (zwithöchster Eisengahalt unter den Wildkräutern), Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Vitamin A und C

Eigenschaften:

      Mineralstoffausgleich
      isotonisch
      Ausgleich Eisenhaushalt
      Besänftigend für Magen und Darm
      Gut für die Leber

STANDORT: Wächst auf Äckern, Brachflächen, in Gärten und Blumentöpfen. Wird etwa 20 Zentimeter hoch.

WILDKRÄUTER SAMMELN: Von Juli und Oktober erntet man Blätter, Triebspitzen und Blüten. Stängel entfernen.

WILDKRÄUTER REZEPTE: Bekannt und beliebt ist das Franzosenkraut vor allem in Südamerika: In Kolumbien gilt es als Nationalgewürz (Guasca). In Brasilien werden Blätter und Blüten des Picão Branco als Tee bei Bauchschmerzen aller Art verabreicht. Geeignet für

  • Wildkräuter-Smoothies
  • Wildkräuter-Suppen
  • Als Gewürz für Eintöpfe
  • In herzhaften Füllungen

Vegan-Tipp!

Link-Empfehlung:
-> Mehr Rezepte mit Franzosenkraut: Wilde Grüne Küche, 2. Auflage Hans-Nitsch-Verlag, 198 Seiten

 

Mädesüß-Minz-Smoothie „Sweet Starter“

Erfrischender Mädesüß-Minz-Smoothie für heiße Tage. Aus "Wilde Grüne Smoothies", Gabriele Leonie Bräutigam, Seite 97.

Erfrischender Mädesüß-Minz-Smoothie für heiße Tage. Aus „Wilde Grüne Smoothies“, Gabriele Leonie Bräutigam, Seite 97.

Gut auf den Beinen an heißen Tagen! Der Mädesüß-Minz-Smoothie „Sweet Starter“ schmeckt verheißungsvoll wie Morgentau auf einer Sommerwiese. Das blumige Mädesüß weckt die Lebensgeister und hilft gegen Kopfschmerzen. Es wirkt leicht entwässernd (keine schweren Beine mehr!) und den Lymphfluss aktivierend, so ist es eine gute Unterstützung für heiße Tage.

ZUTATEN:

  • 4 bis 5 Stängel blühendes Mädesüß (Blätter und Blüten)
  • 1 Stängel Minze
  • 3 große Blätter Kohldistel (oder Romanasalat)
  • 1 Apfel
  • 2 Bananen
  • 0,2 Liter Wasser
  • 1 Handvoll Crushed Ice

Ergibt etwa 0,6 Liter.

ZUBEREITUNG

  • Kräuter waschen, Mädesüßblüten nicht.
  • Apfel waschen und vierteln, dabei Blüte und Stiel entfernen; Kerngehäuse mitverwenden.
  • Bananen schälen und grob zerteilen.
  • Wasser und Crushed Ice in den Mixer füllen.
  • Banane und Apfel dazugeben.
  • Abschließend Mädesüß, Minze und Kohldistel daraufgeben. Mixen.

 

Mixer-Info: Hochleistungsmixer – Mixdauer ca. 30 Sekunden; Küchenmixer – Mixdauer ca. 1,5 Minuten (Kerngehäuse des Apfels entfernen; Pflanzenfasern werden nicht vollständig zerkleinert).

Das Rezept wurde gemixt mit meinem -> Vitamix 5200.
Er erzeugt durch seine einzigartige Strönungstechnologie bei festeren Kräutern wie Brennnesseln und Mädesüß eine besonders feine, glatte Textur.

 

TIPPS: Mädesüß-Minz-Smoothie an heißen Tagen über den Vormittag verteilt trinken. Die Kohldistel als Chlorophyllträger kann man durch geschmacklich neutrale Blattgemüse oder Salate ersetzen. Ein großes Kohldistelblatt entspricht etwa 2 bis 3 Salatblättern. Im Frühjahr nur Mädesüßblätter verwenden. WARNHINWEIS: Marcumar-Patienten dürfen kein Mädesüß verzehren. Mädesüß wirkt blutverdünnend.

 

Jetzt Wildkräuter-Vorräte anlegen

Jetzt wächst der „First flush“ der Wildkräuter: jetzt heißt es ernten! Und so war eine der der häufigsten Fragen bei meinen Wildkräuterkursen am Wochenende: Kann ich das einfrieren? Welche Pflanzen kann ich einfrieren, welche trocknen? Wie bringe ich meinen Wochenvorrat nach Hause?
Bildschirmfoto 2015-04-29 um 13.06.44Kirstin Ruge, Journalistin aus Hamburg, hat sich mit dem Buch „Wilde Grüne Smoothies“ aufgemacht und es ausprobiert. In ihrem Reformwaren-Blog berichtet sie von ihren Erfahrungen.

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Diese Kräuter wachsen im Moment in Hamburg: Prächtiger Löwenzahn, daneben Hederich (auch Wilder Acker-Rettich genannt), darunter Waldmeister, daneben Brunnenkresse.

Löwenzahn und Hederich könnt ihr gut einfrieren. Brunnenkresse und Waldmeister solltet ihr frisch genießen.

Liebe Leut‘, bitte denkt daran den Waldmeister nur zum aromatisieren zu verwenden, also NIE komplett im Smoothie mixen, auch wenn das manche völlig enthemmten Grüne-Smoothie-Bücher empfehlen. 🙁 Das macht Kopfschmerzen !!! Mindestens.

Ihren Wochenvorrat sammelt KIrsten jetzt beim Spazierengehen und bewahrt ihn danach – wie im Buch empfohlen – mit einem feuchten Küchentuch in Zip-Lock-Dosen im Kühlschrank auf. So halten bei ihr die Wildkräuter bis zu 4 Tagen erzählte sie mir.Wilde_grüne_Smoothies_by_Reformwarenblog_13

 

Kurzfassung Vorratshaltung Wildkräuter:
Alle krautigen Pflanzen – Giersch, Melde, Brennnessel… – einfrieren!
Alle Blüten  – Rosen, Echtes Labkraut, Schafgarbe … – trocknen!
Alle Pflanzen mit ätherischen Ölen – Dost, Quendel … – einfrieren!

Friert bitte Portionsweise ein und gebt die Gefrierkräuter gleich gefroren in Smoothie, Gemüse oder Suppe! Fertig!

VIel Spaß beim Sammeln wünscht euch Eure
Leonie Herbalista

Bilder: © Kirstin Ruge, Reformwarenblog. Vielen Dank für deinen schönen Bilder und weiterhin viel Spaß mit dem Buch „Wilde Grüne Smoothies“!

Brennnessel (Urtica)

 Brennnessel (Urticae dioica) – unsere Energiepflanze Nr.1


Brennnessel (Urticae dioica) – unsere Energiepflanze Nr.1

Die BRENNNESSEL (Urtica) ist unter den Wildkräutern unsere wichtigste heimische Heil- und Ernährungspflanze. Wenn man weiß, wofür sie alles nützlich ist, versteht man, warum sie sich wo energisch wehrt: es bliebe schlicht nichts übrig. Man kann also zurecht sagen: ein echtes Superfood mit Spitzenwerten, was Eiweiß, Eisen, Kieselsäure und Chlorophyll anbelangt. Sie enthält z. B. 30-mal so viel Vitamin C und 50-mal so viel Eisen wie Kopfsalat.

Das wussten die Frauen früher so zwar nicht … Was aber Brennnessel_in-Berlinbekannt war, war die wunderbare Wirkung der Brennessel auf Haut und Haar. Im Frühjahr und Herbst wurde  zur „Zeit der Mauser“ eine 3-wöchige Trinkkur mit Brennnesseltee gemacht und der Tee zugleich äußerlich als Haarspülung verwendet – für volles Haar bis ins hohe Alter.
Männer wiederum schätzten vor allem die Brennnesselsamen. Sie sind reich an essenziellen Fettsäuren, wurden zur Steigerung der Vitalkräfte, als Aphrodisiakum und als Potenzmittel gegessen.

Eigenschaften: Als Vitalkur in Frühjahr und Herbst

  • blutreinigend
  • entwässernd
  • blutbildend
  • blutzuckersenkend
  • Haarwuchs fördernd
  • Potenz steigernd
  • hilfreich bei rheumatischen Erkrankungen

Die Brennnessel ist von der Kommission E als Arzneipflanze anerkannt.
http://www.herbalista.eu/apotheker-interview-brennnessel-als-heilpflanze/
Brennesselsamen_herbalista

WILDKRÄUTER KÜCHE: In der Küche verwenden wir das ganze Jahr die weichen oberen Blätter roh in Wildkräuter-Smoothies oder als Brennnessel-Carpaccio (vorher walzen und mit Olivenöl bestreichen), in Wildkräuterspinat, Aufläufen und als Tee. Das Aroma der Blätter ist spinatartig-nesselig, das der Samen nussig. Die Brennnessel schmeckt vor allem in Pasta, Risotto und Quiche wirklich hervorragend, was eigentlich kaum zu glauben ist. Aber so ist die Natur – immer für eine Überraschung gut. Leckere Smoothie-Rezepte quer durchs Jahr habe ich für euch im Buch „Wilde Grüne Smoothies“ zusammengestellt.

Inhaltsstoffe: Eiweiß, Eisen, lösliche Kieselsäure, Kalium, Magnesium; 1 bis 2 Prozent Flavonoide

STANDORT: Liebt nährstoffreiche Böden in der Nähe von Siedlungen. Wächst an Waldrändern, am Kompost, im Ödland.

WILDKRÄUTER SAMMELN: Die Brennnesel ist ein Nitratsammler, wir pflücken darum immer die junge Triebe (die oberen 4 bis 5 Blätter) von März bis Oktober, die Fruchtstände, die im Spätsommer wie dicke Kordeln zwischen den oberen Blättchen hängen. Öfter zurückschneiden. Tipps & Tricks: Wenn man Blätter fest zwischen die Finger nimmt, knicken die Brennhärchen um und können einem nichts anhaben. Wer sichergehen will, trägt Einmalhandschuhe.

Buch-Empfehlung:
-> „Brennnessel“ – Rezepte für Vitalität, Schönheit und Genuss

 

 

Freikarten für „FrühjahrsLust“!

FrühlingsLust_Smoothie-Vortrag-Gabriele_Bräutigam

Ich verschenke an die Freunde der Wildkräuter 5 Eintrittskarten für die „Frühjahrslust“. Ihr seid  herzlich eingeladen euch auf dem wunderbaren Wolfganghof die schönsten Sachen für Haus & Garten anzusehen, Workshops mitzumachen und auch für die Kinder gibt’s viel Abwechslung.

Was? Wann? Am 11. +12. April  „Frühjahrslust“. Der vielseitige Markt für Garten, Freiräume und Kleintiere mit über 170 Ausstellern.

Mein Vortrag:
Kulinarische Buchvorstellung + Grüne Smoothies
Gabriele Leonie Bräutigam, Autorin
„Wilde Grüne Küche“ + „Wilde Grüne Smoothies“
Samstag 11.4., 15 -16 Uhr

Wo?  Auf dem idyllischen Jugendstilgut Wolfgangshof.
Wie?  Über das Kontaktformular. Einfach ausfüllen – Stichwort Frühlingslust“. Wer sich zuerst einträgt, bekommt die Karten.

Bid dann!

 

 

„Kilo-Killer“ Detox-Smoothie

Die überflüssigen Pfunde müssen weg – und zwar schnell. Ich habe 4 Kilo im Auge, die mich stören. Und ich beginne – heute. Warum? Mit der Frühlings-Tagundnachtgleichen wird der Stoffwechsel hochgefahren. Und zum „Abnehmen“  eignet sich optimal die Phase des abnehmenden Mondes (wie wir ihn seit ein paar Tagen haben). Und was hat Abnehmen jetzt mit Detox zu tun? Ganz viel. Beim Abnehmen setzt der Körper im Fettgewebe Weiterlesen

„Grüne-Smoothie-Dressing“ zum Winteraustreiben

Bachbunge_Brunnenkressesalat2 Der letzte Schnee taut, im Bach sprießt als erster Vitamin-C-Booster die Bachbunge (auch Bach-Ehrenpreis genannt). Herbfrisch mit leichter Bitternote soll sie den Cholesterinspiegel senken: Genau das Richtige zum Start in die Fastenzeit. Im Salat neben der Bachbunge noch Brunnenkresse (sie wuchs danaeben). Diese ist besonders reich an Senfglycoliden: Dem Feinschmecker bekannt als Delikatesse, dem Naturheilkundler als natürliches Antibiotikum. Gut für die Immunabwehr also. Dazu ein leichtes Grüne-Smoothie-Dressing – ganz ohne Sahne! Hmm – lecker!

ZUTATEN: (pro Portion)

Für den Salat:

  • 1 Hand voll Bachbunge & Brunnenkresse
  • 1 Hand voll gemischter Salat: Pflücksaat, Rote Bete-Blätter, Radicchio, Mangold
    Der Rote Kringel ist ein gespaltener Mangoldstiel. 🙂

Herbalista’s Grüne-Smoothie-Dressing:

  • 1 Teil Bio-Sonnenblumenöl (kaltgepresst)
  • 1 Teil Weißweinessig
  • 1 Teil Weißwein
  • 1 Msp. Galgant (oder Pfeffer)
  • 1 Msp. Meersalz
  • ½ TL Honig (vegan: Agavendicksaft oder Rübensirup)
  • 1 Salatstrunk oder Blattreste zum Emulgieren

ZUBEREITUNG DRESSING:

  • In den Mixer geben (am besten Hochleistungsmixer. Für den Familienalltag nehme ich z.B. den „Kleinen“ von Bianco).
  • 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.

Durch den Salat entsteht eine cremige Konsistenz wie sonst nur durch Zugabe von Sahne oder Yoghurt. Angenehm leicht – entlastend für den Cholesterinspiegel – lactosefrei!

Weitere Rezepte findet ihr in Buchtitel Wilde Grüne Küche
 „Wilde Grüne Küche“. 10 Wildkäuter – 50 Power-Snacks.  Vegetarisch | vegan. 192 Seiten. Guten Appetit!