Wie koche ich Hustensirup aus Spitzwegerich?

Frage: „Ich möchte gerne für den Winter Hustensaft machen. Dazu habe ich Spitzwegerich gesammelt und getrocknet. Den kann ich doch dann in Wasser aufkochen, Waldhonig dazu und fertig ist der Hustensaft, richtig? Wie lange ist denn sowas ungefähr haltbar? Oder machst du den Saft anders?“ (Tatjana aus Nürnberg, 12.09.2016)

Spitzwegerich-Husten-Honig

Liebe Tatjana –

ich setzte den Spitzwegerich immer kalt im Honig an.  Denn wenn man den Honig kocht verliert er die meisten seiner heilsamen Kräfte (ab 42°C). Und Schleimstoffe – udie machen einen Großteil der Wirkung aus, lösen sich auch kalt in Flüssigkeit.

Rezept Selbstgemachter Hustensirup

Vorab: Wenn du Hustensirup kochen willst, nimmst du am besten Zucker – ab 60% Zucker ist der Sirup ohne Konservierungsmittel dauerhaft und auch ohne große Kühlung haltbar und du musst weder Bakterien noch giftigen Schimmel fürchten.

Zutaten:

  • 3 Handvoll frisch geernteten Spitzwegerich
    (oder 6 EL getrockneten Spitzwegerich)
  • 2 El getrocknete Lindenblüten
  • 1 kg Zucker
  • 0,6 Liter Wasser (werd eingekocht auf ca. 0,5 l

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Zubereitung:

  1. Pflücke einen Topf schöne, unbeschädigte Spitzwegerichblätter. Hacke sie grob.
  2. Fülle soviel Wasser ein, dass sie bedeckt sind. (es empfiehlt sich eine Zielmenge von 1 Liter – mehr Husten wirst du in diesem Winter nicht bekommen 😉 )
  3. Gib für den Geschmack und die fiebersenkende und immunstimulierende Wirkung noch 2-3 EL getrocknete Lindenblüten zu.
  4. Köchele das ganze 20 Minuten simmernd.
    Gieße die Abkochung ab, miss wieviel es genau ist und versetze die Menge 1:1 mit Zucker. Wenn du ganz sicher sein willst: 2 Teile Zucker 1 Teil Flüssigkeit.
  5. In eine sterilisierte Flasche abfüllen

WICHTIG: Ein geringerer Zuckeranteil ist nicht gesünder – der Trick ist einfach,
das Ganze anschließend nicht Literweise zu trinken :-), sondern Teelöffelweise.
Du kannst den Sirup dann ideal in Tee geben.

PS: Vom Waterfoodprint (eine meist verdrängte ökologische Überlegung) ist heimischer Bio-Rübenzucker bei weitem wertvoller als der üblicherweise als ökologisch am wertvollsten betrachtete Rohrzucker 🙂

Viel Spaß – und möge der Husten einen weiten Bogen um dich machen!