Orangen-Marmelade: „George’s Genuine English Marmelade“

Original bittersüße englische Orangenmarmelade hat so viel Tradition & Heimatgeschmack, dass jede Familie in England ihr eigenes Rezept besitzt: Dieses stammt von George Penrose aus Louth. Man stellt sie im Dezember und Januar aus frisch geernteten BIO-Orangen her.

Rezept: George’s Genuine Orange Marmelade

Zutaten:

1 kg BIO-Orangen „Bitter Oranges“
2 kg Zucker*
2 BIO-Zitronen
4 Pints Wasser (1 Pint = 0,5683 Liter) Weiterlesen

Kräuterwanderung mit Kochkurs

Wildkräuter strotzen vor Vitaminen, Mineralien und natürlichen Antioxidanzien. Nur – wer kennt sie noch? Wildkräuter bestimmen – Wildkräuter sammeln – Wildkäuter verarbeiten: auf der Kräuterwanderung mit Kochkurs sehen Sie worauf es ankommt …
Wildkrauterfuehrung Unter der Führung der staatl. zertifizierten Kräuterführerin und Wildkräuter-Autorin Gabriele Leonie Bräutigam entdecken wir die Wildkräuter im Wechsel der Jahreszeiten und kochen daraus ein Menu, Weiterlesen

Indisches Springkraut – Balsampflanze & Bienenweide

Indisches Springkraut – Zierpflanze, Mirgant, Bienenweide

Ab Juli steht das Drüsige (Indische) Springkraut (Impatiens glandulifera) in voller Blüte. Ein Migrant, ein Neohyt schimpfen die einen – ein Segen für die Bienen, eine interessante Abwechslung auf dem Teller sagen die anderen. Die Augustblüte fällt Weiterlesen

Schlehe | Haferschlehe (Prunus domestica subsp. insititia)

Die HAFERSCHLEHE  (Prunus domestica ssp. insititia). Man kann sie direkt vom Baum essen um im Spätsommer nach all der Hitzewellen mit entsprechender UV-Belastung den erhöhten Bedarf an Antioxidanzien zum Zellschutz mit Polyphenolen zu stillen.

Die adstringierenden, roten Farbstoffe sind in der milden Haferschlehe zwar nicht so überreich vorhanden wir in der Wildform der Schlehe (prunus spinosa), dafür schmeckt sie auch bei weitem nicht so adstringierend und kann just-in-time zur Zeit hoher Sonnenbelastung roh verzeht werden. Was auch einen maximalen  Vitamin C-Gehalt zulässt.

Die Haferschlehen-Früchte schmecken wesentlich milder als die der Wildform, fast pflaumenartig. Sie haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm, sind bereits von August zur Erntezeit des Hafers (daher der Name Haferschlehe oder Haferpflaume) erntereif. Zur Verarbeitung

Inhaltsstoffe:

Flavonoide (Polyphenole), Vitamin C, Gerb- und Bitterstoffe, Blausäure (nur im Kern)

Eigenschaften:

  • adstingierend (Schlehenfrucht)
  • entzündungshemmend (Schlehenfrucht)
  • harntreibend (Schlehenblüte)
  • mild abführend (Schlehenblüte)
  • wärmend

Für naturmedizinische Zwecke ist aufgrund der höheren Dosierung die wilde Schlehe zu empfehlen. Zur allgemeinen allgemeinen Kräftigung der Immunabwehr in Zeiten der Rekonvaleszenz, bei Kindern, allgemein zum Zellschutz.

STANDORT: Die „domestizierte“ Schlehe ist eine Besonderheit klassischer Streuobstregionen wie der fränkischen Schweiz, aber auch in Schleswig Holstein und wurde bevorzugt am Rand alter Obstgärten gepflanzt.

SAMMELN: Die Haferschlehe reift zur Erntezeit des Hafers ab Mitte August, bleiben aber lange ohne Qualitätseinbuße am Holz hängen. Sie blüht Mitte Mai, auch die Blüten sind essbar.

VERWENDUNG: Die Haferschlehen-Blüten in Tee (leichtes Laxans) oder als Likör. Aufgrund ihrer Fruchtigkeit eignen sich meines Erachtens Haferschlehenfrüchte – außer zum roh essen – vor allem besonders gut zur Herstellung von Schlehenmus, das man dann auch sehr gut in Wildfrüchtekuchen verarbeiten kann. Dafür sind mir persönlich die Wilden Schlehen dann doch etwas zu adstringierend im Mund.

 

 

 

 

Kapuzinerkresse-Extrakt – „Antibiotikum aus der Natur“ jetzt ansetzen!

Juli/August. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gilt in der Grünen Hausapotheke als der „Erkältungsschreck Nr. 1“, Risiken und Nebenwirkungen sind keine bekannt. Sie wächst in jedem Garten und Balkonkasten. Der hohe Gehalt der Senfglycoside in der Kapuzinerkresse wird direkt über die Schleimhäute (Rachen, Mandeln) und Nieren ausgeschieden, wo sie sofort ihre antibiotische Wirkung entfalten (Vgl. Ursel Bühring, Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde).

Zutaten Kresse-Tinktur:

  • je 5 Blätter + Blüten Kapuzinerkresse
  • 0,2 l Alkohol (z.B. Wodka 37,5 %)
  • 1 helles Glas für den Ansatz
  • 1 dunkles Glas zum Aufbewahren
  • 1 Tropfflasche aus Braunglas

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Sprechstunde: „Haarausfall, Brennnessel-Haarkur & Lebergesundheit“

Frage: „Hallo Leonie, ich habe gerade in dem Heft Servus in Bayern einiges über Sie gelesen. Ich möchte gerne über das Haarwaschmittel mehr erfahren. Wie ich es kaufen kann und ob es verschiedene Möglichkeiten gibt. Ich habe durch eine schwere Krankheit seit meinem 4.Lebenjahr immer mehr Haarausfall bekommen. Gibt es bei Ihnen ein Shampoo, das meine Haare wieder aufbaut? Vielen lieben Dank für die Rückmeldung…“
(Marlies, 23.07.2018)

Bennnessel-Shampoo: Foto Joss Andres in Bräutigam, G.L.: „Brennnessel“

Antwort: Microplastikfreies Shampoo ist auf jeden Fall empfehlenswert. Für Sie und die Umwelt. Ebenso ist die Brennnessel, der Generalist unter den Heilpflanzen: Am besten innerlich (essen) und äußerlich (Haarpflege) angewandt.

In Ihrem speziellen Fall sollte man noch etwas tiefer schürfen. Wie lange geht das mit dem Haarausfall schon, d.h. wie lange ist das 4. Lebensjahr her? Das Problem ist: bereits abgestorbene Haarwurzeln sind nur ca. 1/2 Jahr lang aktivierbar. Und: Hat der Haarausfall „innerliche Ursachen“ lässt sich das durch „äußerliche Anwendung“ nicht korrigieren.

Haut und Haar sind Spiegel der inneren Gesundheit

In der Chinesischen Medizin (und nicht nur da) sieht man einen engen Zusammenhang zwischen Haarausfall und der Leber- bzw. Nierenfunktion. Mein Friseur erklärt das Phänomen „Haarausfall“ ohne äußere Ursache wie folgt:
„Ist der Körper überlastet  – das kann vorübergehend sein oder auch durch eine nachhaltige Beeinträchtigung – trennt er sich aus Gründen der Energie-Effizienz zunächst von allem, was er nicht unbedingt braucht. Das sind als erstes die Haare.“
Um hilfreiche Praxistipps zu geben – und ich bin kein Arzt oder Apotheker und von daher dazu nicht legitimiert – müsste man zuerst wissen, ob bzw. welche Vorschädigungen es bei Leber oder Nieren gibt.

Innerlich: Leber stärken mit Mariendistelsamen

Generell kann man sagen, dass eine Unterstützung der Leber durch Einnahme von Mariendistelsamen auf jeden Fall vorteilhaft ist. Die Leber ist unsere Großkläranlage, arbeitet rund um die Uhr und hat mit zunehmendem Alter, wenn der Stoffwechsel ohnehin etwas langsamer wird auf jeden Fall Unterstützung verdient. Ich persönlich mache 2x jährlich eine Kur mit Mariendistelsamen nach Ursel Bühring. Sie empfiehlt „zur Vorbeugung täglich1 -2 EL Samen kauen. Für die Indikation Lebererkrankung nur Fertigpräparate“.*

Am Schreibtisch habe ich daher immer ein Schälchen Mariendistelsamen zum knabbern.

Äusserlich: Haare kräftigen mit Brennnessel**

Zur Äußerlichen Stärkung der Haare hat sich die Brennessel-Haarkur bewährt.
>> hier Rezept: "Birke-Brennnessel-Haarkur"***

Im Brennnessel-Buch finden Sie u.a. auch ein Brennnessel-Lavendel-Shampoo (Lavendel besänftigt strapazierte, trockene, schuppende Kopfhaut) der Seifensiederin Ines Hermann, sowie über 90 andere erprobten Brennnesselrezepte und -anwendungen. Denn das Schöne ist: Der genussvolle Verzehr leckerer Brennnessel-Gerichte wie Quiche, Pie, Pesto oder Semmelknödel liefert ebenfalls die ganze Vielfalt der Brennnessel-Wirkstoffe!

 
Herzliche Grüße aus dem Grünen
Ihre Herbalista
Gabriele Leonie Bräutigam
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Quellenverzeichnis:
* Bühring, Ursel: Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Seite 178
** Bei diagnostizierten Leber- und Nierenerkrankungen sowie eingestelltem Bluthochdruck intensiven Brennnesselverzehr mit dem Arzt abklären
*** Bräutigam, G.L.: Brennnessel, Rezepte für Vitalität,Schönheit und Gesundheit, Freiburg 2018

Brennnessel-Haarkur bei Haarausfall

Sowohl Brennnessel- als auch Birkenblätter sind für ihre Wirkung gegen Haarausfall bekannt. Besonders wirksam erweist sich die Spülung während der „Mauser“, also im Frühjahr und im Herbst.

Foto Birke-Brennnessel-Haarkur : Jos Andres in Bräutigam, G.L.: „Brennnessel“

Zutaten:

1 l Wasser
1 Handvoll frische Brennnesselblätter Weiterlesen