Eines regnerischen Tages stand Traudi Siferlinger vom Bayerischen Fernsehen mit ihrem alten Hollandrad vor der Tür und wollte einen „Anti-Stress-Smoothie“ bevor sie zu den Musikanten ins Hischbachtal weiterradelte …
Eines regnerischen Tages stand Traudi Siferlinger vom Bayerischen Fernsehen mit ihrem alten Hollandrad vor der Tür und wollte einen „Anti-Stress-Smoothie“ bevor sie zu den Musikanten ins Hischbachtal weiterradelte …
Das aktuelle Veggie-Journal empfiehlt „Wilde Grüne Smoothies“ in den Büchern des Monats mit folgendem Kommentar:
„Superfoods hier, Smoothies da. Wer sich mit Ernährung beschäftigt, dem sind diese Begriffe mehr als geläufig. In diesem Kontext gelingt es „Wilde Grüne Smoothies“ jedoch, einen neuen Ansatz zu finden, der Sinn ergibt. Denn Wildkräuter sind quasi Superfoods, die direkt vor den Haustür wachsen…“
Blattgrün ist einer der hochwertigsten Energieträger, die uns zur Verfügung stehen. Im Blatt wandelt sich Licht in ein Lebensmittel um. Wildpflanzen sind besonders reich an konzentriertem Chlorophyll. Sie erkennen das am intensiven Grünton und dem aus
geprägt „günen“ Geschmack, der sich aus dem Zusammenspiel verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe ergibt. Jede Pflanze weist hier eine spezifische, unverwechselbare Zusammensetzung auf. Die Pharmazie hat sich darauf spezialisiert, einzelne, besonders wirksame zu isolieren und synthetisch herzustellen. Mittlerweile mehrt sich allerdings die Einsicht, dass die Wirksamkeit sich erst durch das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe ergibt. Dieses ist kaum erforscht und nahezu unmöglich nachzubauen. Man bekommt aber das Original auf Wald und Wiese. Und zwar kostenlos.
In Wildkräutern liegen die Pflanzenstoffe konzentriert vor. Sie schmecken ungewohnt intensiv, sind besonders reich an Blattgrün und je nach Pflanze an Scharf- und Bitterstoffen, ätherischen Ölen, Flavonoiden, Carotinoiden, Cumarinen, Gerbstoffen, Saponinen, Senfglycosiden. Diese Inhaltsstoffe werden in der Küche wegen ihrem Geschmack und in der Naturheilkunde wegen ihrer Wirkung geschätzt. Rezept und Rezept.
Ein Großteil der pflanzlichen Inhaltsstoffe ist in die Blattstruktur eingeschlossen wie in einem Safe. Wir müssten extrem lange kauen, um sie verfügbar zu machen. Herkömmliche Küchentechniken richten sich darum immer darauf, das wilde Grün zu zähmen: durch kochen, blanchieren, einlegen. Dabei geht jedoch durch Hitze und Dauer der Zubereitung leider ein Großteil der wertvollen Pflanzenstoffe und Vitamine verloren. In dieser Hinsicht sind Hochleistungsmixer eine Revolution. Sie können die feste Zellstruktur der Pflanzen aufzubrechen, und die Inhaltsstoffe nahezu komplett zur Verfügung zu stellen. Ohne sie in ihrer Wirkung zu beieinträchtigen, wie dies bei der Zubereitung durch Kochen oder Braten der Fall ist. Dies macht gerade die Wilden Grünen Smoothies zu einem besonders wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung. Schon ein Glas am Tag – statt einem Frühstück genossen, kann Ihre persönliche Nährstoffversorgung innerhalb von 6 Wochen grundlegend verbessern. Das Ergebnis ist sichtbar und fühlbar: Durch mehr Energie und Lebensfreude, Müdigkeit verfliegt, das Gewicht nähert sich langsam dem Idealgewicht, Haut und Haar bekommen mehr Spannkraft.
Wilde Grüne Smoothies trinken Sie am besten morgens. Warten Sie, bis Sie ein wenig Hunger haben. Das ist das Signal, dass ihr Körper aufnahmebereit ist für die wertvollen Nährstoffe, die ihm der Smoothie zur Verfügung stellt.
Beginnen Sie mit einem Wildkräuteranteil von etwa 20 Prozent in ihrem Wilden Grünen Smoothie. Denn wie bereits eingangs erwähnt: Wildkräuter überbieten Salat und Gemüse an Chlorophyll, Vitaminen und Mineralien um das bis zu 23-Fache. Hier gilt: Weniger ist mehr!
Das gilt auch für den Wasseranteil: Üblicherweise mixt man grüne Smoothies mit ½ Liter Wasser oder mehr. Doch Wildkräuter sind nicht nur erheblich reicher an Inhaltsstoffen, sondern auch an robusten Pflanzenfasern. Diese stellen einerseits wertvolle Ballaststoffe dar, andererseits klumpen sie im Mixer leicht zusammen und bilden eine „Suspension“, wie der Chemiker sagen würde. Damit Ihr Wilder Grüner Smoothie eine schöne seidig-glatte Konsistenz bekommt, empfiehlt es sich, wie auch in den Rezepten vorgeschlagen, weniger Wasser und dafür 1 Handvoll Crushed Ice in den Mixer zu geben. Trinken Sie das Wasser (empfehlenswert ist etwa 1 Liter) dann entspannt anschließend im Laufe des Vormittags, denn Wildkräuter aktivieren den Stoffwechsel und durch das Wasser werden etwa freigesetzte Schadstoffe schnell ausgeleitet.
Und zum Schluss noch ein Tipp: Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Wildkräuter-Smoothie Schluck für Schluck mit allen Sinnen zu genießen. Die Aufnahme der wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffe beginnt bereits im Mund. Gönnen Sie Ihrem Körper eine gewisse Regelmäßigkeit. Wenn Sie morgens wenig Zeit haben, nehmen Sie Ihren Wildkräuter-Smoothie mit und trinken ihn vormittags bei der Arbeit. Auf diese Weise fällt es am leichtesten, die Kontinuität aufzubauen, für die Ihr Körper Sie belohnen wird.
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Das Reinheitsgebot
Wildkräuter-Smoothies unterliegen dem „Reinheitsgebot“. Warum? Der Körper tut sich so einfach am leichtesten, die Vielfalt an Phytonährstoffen schnell aufzunehmen, wenn er sich darauf konzentriert. Darum: Bitte kein tierisches Eiweiß, keine Süßungsmittel, keine extrahierten Fette oder stärkehaltigen Knollen zusätzlich verwenden.
Liste der Zutatenliste
Wildpflanzen: Blätter, Triebe, Samen (keine stärkehaltigen) Wurzeln
Reife (!) Bio-Früchte aller Art: Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Granatäpfel, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kiwi, Mango, Melonen, Passionsfrüchte, Stachelbeeren, Weintrauben, Zwetschgen … Reif ((farbig)) müssen die Früchte sein, da sie nur dann alle Inhaltsstoffe in ihrer Fülle enthalten. Unreife Früchte verursachen Blähungen.
Gemüsefrüchte: Avocados, Fenchel, Gurken, Kürbisse, Tomaten, Zucchini …
Blattgrün & Triebe: Dinkel-, Gersten- und Weizengras, Grünkohl, junge Triebe der Bäume, Kohl & Wirsing, Kohlrabiblätter, Mairübchenblätter, Möhrenblätter, Radieschen- und Rettichblätter, Spargel, Spinat, Sprossen …
Flüssigkeit: Wasser, Kaltauszüge von Pflanzen (z. B. Hibiskus)
Blüten: nach Wirkung und Geschmack
Samen: Leinsamen, Senfsamen, Sesam, Hanfsamen …
Gewürze: Chili, Ingwer, Muskatblüte, Kümmel, Pfeffer … Fantasie ist erlaubt, Und: Bitte nur 1 Prise Salz. Besonders raffiniert finde ich die Kombination mit den „Hildegard-Gewürzen“ Galgant, Bertram und Cubebenpfeffer.
Pflanzliche Fette: Zum Aufschlüsseln von Provitamin A braucht der Körper etwas Fett. Am leichtesten verdaulich sind eingebundene Fette. Geben Sie also z. B. ein Stück Avocado oder etwas eingeweichte Leinsamen in Ihren Smoothie. Inzwischen wurde festgestellt, dass auch winzige Mengen Fett ausreichen.
Das darf auf keinen Fall hinein!
Geben Sie niemals Gekochtes, tierisches Eiweiß (Milch, Joghurt), vorverarbeitete Produkte wie Sojamilch oder Hafermilch, Öl oder Nussmuse in Ihren wilden grünen Drink. Einmal am Tag gönnen Sie sich reinen Naturgenuss. Das entspannt Ihren Körper und öffnet die Sinne.
Wilde Grüne Smoothies sind
100 Prozent Natur. Sie sind vegan und (roh)köstlich.
Warum sind Wildkräuter für uns so gesund? Viele Menschen glauben: „Ich lebe gesund, ich esse doch viel Salat.“ Was sie nicht wissen: unseren Kulturpflanzen ist ein Großteil der lebensnotwenigen Phytonährstoffe aberzogen.
Warum? Geballte Vitalstoffe schmecken rein, roh, wild, intensiv. Viele Wildkräuter sind Heilkräuter. Der Geschmack signalisiert uns: „Weniger ist mehr“. Aber wie erkenne ich, welche Dosis für mich die richtige ist?
Indem wir unserem Geschmackssinn vertrauen. Eines der Schlüsselerlebnissse jeder Kräuterführung ist, wenn wir ein Blatt kosten. Der eine sagt erstaunt „Schmeckt gut …!“, der nächste „Ist das bitter, das kann man ja nicht essen…“. Beide haben recht. Beide haben einen eigenen Stoffwechsel, und ihr Geschmackssinn sagt ihnen, ob und wie viele Bitterstoffe gut für sie sind.
Dein ganz individueller Geschmack zählt. Deshalb sind auch alle Rezepte mit Wildkräutern ausdrücklich nur Empfehlungen. Dein Körper sagt dir, was dir gut tut (das dringende Bedürfnis nach einer Gummibärchen-Diät einmal ausgeschlossen). Beginne langsam. Mit der Zeit kannst du den Wildkräuteranteil in deiner Ernährung oder deinen Grünen Smoothies steigern.
Um einen zu starken Gewöhnungs-Effekt bezüglich der Inhaltsstoffe zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Zusammensetzung etwa alle 4 Wochen zu ändern. Viele Wildkräuter sind Heilpflanzen, die durch Gewöhnung ihre Wirksamkeit auf deinen Organismus verlieren. Durch das Wechseln beugst du auch einer einseitigen Ernährung vor.
Die Idee der Kräuterkunde liegt darin, dem Körper einen Impuls zu geben, der seine Selbstheilungskräfte aktiviert.
Kulinarisch übersetzt in unsere heimische Pflanzenwelt heißt das: Bitterstoffe. Und eine gewisse Zähigkeit. Wildpflanzen sind Survival-Experten. Sie setzen sich auch unter schwierigen Bedingungen durch. Sie sind zäh. Auch zwischen den Zähnen. Weshalb man sie zwar wunderbar im frühen Frühjahr genießen kann. Mit dem Fortschreiten des Jahres braucht es allerdings Erfahrung in der Zubereitung. Darum geht es in meinen Rezepten.
Im Vergleich: Wildpflanzen sind an Inhaltsstoffen weit überlegen
Kulturpflanzen sind auf den ersten Blick ertragreicher. Setzt man allerdings die Masse ins Verhältnis zu den Inhaltsstoffen, kommt man schon wieder zu ganz anderen Ergebnissen.
Beispiel Brennessel und Spinat. Hier gibt es in unserer Ernährung eine kulinarische Schnittmenge: den Brennesselspinat. Doch die Große Brennessel enthält auf 100 g frisches Blattwerk 185 mg Chlorophyll a und 173 mg Chlorophyll b. Spinat kommt dagegen kommt nur auf 95 mg Chlorophyll a und 20 mg Chlorophyll b, ein Bruchteil der Menge. Ich müsste also die 8-fache Menge Spinat essen. Oder in meinen Smoothie mixen und den gleichen Anteil von Chlorophyll b aufzunehmen.
Chlorophyll b ist ausgeprägt gelbgrün, weshalb auch die meisten Grünen Smoothies naturgemäß eher diese Farbe haben. Also keine Scheu wenn euer Smoothie leicht bräunlich ist – ihr habt das richtig gemacht. Abbildungen in saften Mint-Tönen, wie man sie häufig in Zeitschriften findet, sind meist das Werk von Fotostudios. Ein echter Power-Smoothie überzeugt innere Werte.
Wenn wir uns effektiv mit „Vitalstoffen“ (d.h. Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme) versorgen wollen, ist die Brennnessel unser wertvollstes heimisches Power-Food.