> Grüne Smoothies … gesund oder gefährlich?


Kann etwas Gutes schlecht sein? Ja! … und wie! Genau das ist es, was das Leben so spannend, aber auch schwierig macht. Udo Pollmer hat in „Deutschlandradiokultur“ mit dem Beitrag „Grüne Smoothies – Leberschaden inklusive“ einen hoch erfolgreichen Aufreger – 342 Personen gefällt das, 351 mal geteilt, 161 Kommentare. 🙂 – in die Smoothie-Szene gepoltert. Chapeau! Nun möchte ich allen, die ernsthaft an „Grünen Smoothies“ interessiert sind – und das sind viele – hier die Überlegeungen mitteilen, die mich bewegt haben, als ich das Buch „Wilde Grüne Smoothies“ verfasst habe. Bitte verzeiht, wenn das eine oder andere wenig „charmant“ klingt. 😉 Udo Pollmer hat natürlich „teilrecht“. In jedem Gerücht steckt ein Körnchen Wahrheit. Klar… wenn ich jeden Tag hochdosiert „Grün“ zu mir nehme, ohne eine Kuh zu sein, kann ich durchaus kurz- bis mittelfristig gesundheitliche Probleme bekommen. Dem Menschen fehlt der Pansen zum Wiederkäuen.

Wie man Grüne Smoothies „körperfreundlich“ zubereitet …

Es hilft ein leistungsstarker Mixer, der als „Zerkleinerer“ einen wichtigen Part der Kohlehydratverdauung aus dem Mund (wir alle schaffen es nicht so intensiv zu kauen, dass wir z.B. Wildpflanzen voll aufschlüsseln könnten) heraus „vorverlegt“. Der zweite, ebenfalls im Mund stattfindende Verdauungsprozess für Kohlehydrate (vor allem Stärke), ist das Einspeicheln, d.h. es wird begonnen, den zerkleinerten Nahrungsbrei mit Amylase enzymatisch aufzuspalten. Das Einspeicheln wird in einschlägiger Literatur zwar erwähnt, in der Praxis aber in Rezepten und Anweisungen leider meist unterlaufen („Du merkst selbst was Dir guttut …“). Ist der Grüne Smoothie zu flüssig, wird er reflexhaft und schnell (weil’s so bequem ist 🙂 ) heruntergetrunken, das Einspeicheln wie beim Kauen entfällt – nicht gut! Meines Erachtens ist es darum sinnvoll, dass der Grüne Smoothie „Konsistenz“ aufweist. Außerdem rein kulinarisch: Wasser ist kein Geschmacksträger. Das kann man auch gut separat trinken. Es gehört zu den Grundregeln eines Grünen Smoothie, dass keine zusätzlichen Eiweiße oder Fette hinzugefügt werden. Warum? Weil deren Verdauungsprozess dieser Nahrungskomponenten im Körper anders abläuft. Wenn wir einen Grünen Smoothie schnell, frisch und unangestrengt verdauuen wollen, unterliegt er dem Reinheitsgebot: also Wasser, Frucht, Blattgrün (Wilde Grüne Smoothies, Seite 42).

Kleiner Exkurs: „Je bequemer, desto gefährlicher“

Dies gilt übrigens generell im Leben, nicht nur für Grüne Smoothies … Beispiel: Schnelle Autos sind toll, versauen aber die Umwelt. Und sorgen dafür, dass wir und zu wenig bewegen. Letzteres führt unweigerlich zur häufigsten Todesursachen in unserer zivilisierten Welt: Herz-Kreislaufkrankheiten. Beispiel: Eine warme Wohnung, in der man bei 25°C im T-Shirt vor dem Fernseher liegen oder am Computer sitzen kann ist toll. Leider fördert dieses Raumklima gleichermaßen die Ausbreitung von „zwischenmenschlichen Infektionen“ und den Schimmelpilzbefall, der wiederum zu Streit mit dem Vermieter und Allergien führt. In meiner Mühle z.B. leben wir bei einem Raumklima von 16 – 18 °C (Baudenkmal) – und haben derlei Probleme nicht.

Die Dosis macht das Gift

Bei der Recherche für mein Buch bin ich bei vielen Veröffentlichungen zum Thema „Grüne Smoothies“ auf eine Geisteshaltung gestoßen, die mich erstaunt hat: „Viel hilft viel“. Da wird klassifiziert in „Anfänger“ und „Fortgeschrittene“, als ginge es darum, den Rekord als „Green Giant“ zu brechen. Diese Denkrichtung (aber auch nur diese) thematisiert Pollmer in seiner Polemik. Nach meinem Wissensstand möchte ich folgendes zu bedenken geben:

1. „Weniger ist mehr“  – Grüne Smoothies sind per se hochdosiert:

Schaffe ich es, die Inhaltsstoffe in einer wesentlich höheren Dichte aufzuschlüsseln, als mein Körper kann, heißt das nicht, dass mein Körper das braucht oder in der Lage ist, daraus Nutzen zu ziehen. Logischer Gedankengang wäre: Die Mixertechnologie stellt und eine derartige Qualität zur Verfügung, dass wir WENIGER brauchen. Mir persönlich reichen 0,1l bis 0,2 l Wilder Grüner Smoothies als „Tagesdosis“ durchaus. Natürlich sind Wildkräuter an Inhaltsstoffen erheblich konzentrierter als Kulturpflanzen (Wilde Grüne Smoothies, Seite 12). Wenn ich also z.B. Brennessel in meinen Smoothie gebe und sie hat 173 mg Chlorophyll b und Spinat 20 mg (pro 100 g essbarem Inhalt), dann brauche ich doch nicht lange rechnen, wie viel ich von diesem Super-Booster trinken muss um meinen Tagesbedarf zu befriedigen. Als „Nicht-Rechenkünstler“ würde ich sagen: viel, viel weniger!! 2. „Gartenabfälle“? – ach nein, wie humorlos 🙁

„… Denn für grüne Smoothies kommen sogar Gartenabfälle in den Mixer – neben Radieschenlaub auch Rhabarberblätter oder Unkraut wie Brennnesseln und Sauerampfer; dazu eine Handvoll Laub von Bäumen, verfeinert mit Brokkolisprossen. Das ist so neu nicht: Eine Brühe aus Brennnesseln und Rhabarberblättern nimmt der Biobauer zur Bekämpfung von Blattläusen.“ Deutschlandradio, Gefährlicher Küchentrend 

Der Autor und seine redaktionellen Erfüllungsgehilfen polemisieren weiter. Also die Natur – und das kann ich, da ich mit ihr zusammenlebe, aus erster Hand berichten – kennt keine „Gartenabfälle“. Ihr ist es egal, ob wir das Radieschen essen oder das Kraut (Igitt??) – es gibt übrigens prima Radieschensuppe aus Radies & Blatt, die Endlische Cottageküche folgt da einer anderen Tradition – ob unsere Tulpen gerade stehen oder „wasauchimmerwirgeradeschönfinden“ … Frage: Bekommt uns Radieschenkraut? Bekommen uns Brennesseln? Bekommt uns Sauerampfer? (Rhabarberblätter bekommen uns NICHT – das weiss jedes Kind). Und wenn ja – wie viel bekommt uns? Hier gilt siehe oben – je feiner aufgeschlüsselt, desto weniger (ver-)braucht der Mensch. Eigentlich praktisch – oder? Ein Grundwissen, was einem bekommt und was nicht, ist für ein glückliches Leben generell unverzichtbar. Aber das lässt sich durchaus zu erwerben. Besucht eine Kräuterführung. Du musst dir nur immer vergegenwärtigen, dass ALLES, was hochEFFEKTIV ist, mit Fingerspitzengefühl dosiert werden will. Denn:

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Paracelsus.  Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte. In: Septem Defensiones 1538

Die im Beitrag gescholtene Brennnessel z.B. genießt seit jeher als Frühjahrskur hohes Ansehen. Und das umschreibt den Rahmen der evaluierten Dosierung. Alles andere ist alles andere.

2. … EHEC und böse Sprossen…

In diesem Absatz wird alles miteinander verheiratet, was nicht zusammengehört. Nicht nur, dass bereits 2011 durch eilige Berichterstattung über die EHEC-Keime ein völlig unschuldiger norddeutscher Familienbetrieb in die Insolvenz getrieben wurde. Auch die These „Glücklicherweise konnten damals viele unvorsichtige Esser durch ein nicht zugelassenes gentechnisches Präparat gerettet werden,“ ist meines Erachtens eine Räuberpistole erster Güte. Soviel ich aus heilmedizinischen Kreisen weiss, wurden die Patienten über schlichte Bluttransfusionen gerettet.

3. Brokkolisprossen-Forschung

Brokkolisprossen indes wurden mit einigem Erfolg von Prof. Dr. rer. nat. Ingrid Herr, bis 2023 Leiterin OnkoChirurgie Universitätsklinik Heidelberg, in einem der seltenen, von Pharmaunternehmen unabhängigen Forschungsprojekten über die Wirkung von LEBENSMITTELN auf Krebs untersucht. Das Projekt wurde leider ieingestellt, was daran liegen könnte, dass es für Pharmaunternehmen kein Ansatz ist, den Verzehr von frisch gekeimten Sprossen finanziell zu unterstützen. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt ….

–>> Links 
pubmed:  Forschungsprojekte Dr. Ingrid Herr Sulforaphan & „Brokkolisprossen“
Gesundheitsblog Dr. Ingrid Herr: Anleitung zum Eigenanbau von Brokkolisprossen

4. Rohe Blattgemüse sind die wichtigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen“?

Halali … Tolle Theorie, die ich voller Freude anzweifle! Beweislage? Offen. Aber … bringt sicher viel Aufmerksamkeit (siehe oben). Dieser Strategie kann ich persönlich nicht mehr viel abgewinnen. Ich möchte nur noch DInge schreiben, die den Menschen nutzen…

Noch ein PRAXIS-TIPP:  Passt auf mit der Oxalsäure!

Ich bin inzwischen einigen Mixerexperten mit „Erfolgsrezept“ begegnet:

Frucht (z.B. Mango) +  Spinat (tolle Farbe) = Verkaufserfolg

Dieses Rezept solltet ihr auf Dauer vermeiden. Spinat enthält viel Oxalsäure. Wie auch Rhabarber, Sauerklee, Sauerampfer. Das mag für den gesunden Körper – ab und zu genossen – durchaus einen willkommenen „Trainingsseffekt“ haben. Nicht aber im täglichen Dauergebrauch. Nicht in der Dosierung, die in einem Grünen Smoothie bequem möglich ist. Wenn ihr hingegen oxalsäurehaltige Pflanzen wegen ihrer Limenttenfrische ab und zu genießt – wie eben auch ein Stück Rhabarberkuchen – seid ihr voll Vergnügen auf der sicheren Seite.

Dies ist meine persönliche Meinung und ersetzt weder Arzt oder Apotheker 🙂
Herzlich

Eure
Herbalista

HERBALISTA-EMPFEHLUNG: Grüne Smoothies sind DAS Top-Rezept fürs Frühjahr, hocheffektiv für die Frühjahrskur. Da sind die (Wild-)Pflanzen besonders reich an Vitaminen! Ideal für einen täglichen Power-Shot als Frühjahrskur.

Meine Buch-Empfehlung: „Wilde Grüne Smoothies“ von G.L.Bräutigam
Es lebe der gesunde Menschenverstand!

(Inhaltlich überprüft & Links aktualisiert 09.02.2026)

REZEPT: „Grüne-Smoothie-Dressing“ zum Winteraustreiben

Bachbunge_Brunnenkressesalat2

Der letzte Schnee taut, im Bach sprießt als erster Vitamin-C-Booster die Bachbunge (auch Bach-Ehrenpreis genannt). Herbfrisch mit leichter Bitternote soll sie den Cholesterinspiegel senken: Genau das Richtige um gut durch den Winter zu kommen. Im Salat neben der Bachbunge noch Brunnenkresse (sie wuchs danaeben). Diese ist besonders reich an Senfglycoliden: Dem Feinschmecker bekannt als Delikatesse, dem Naturheilkundler als natürliches Antibiotikum. Gut für die Immunabwehr also. Dazu ein leichtes Grüne-Smoothie-Dressing – ganz ohne Sahne! Hmm – lecker!

ZUTATEN: (pro Portion)

Für den Salat:

  • 1 Hand voll Bachbunge & Brunnenkresse
  • 1 Hand voll gemischter Salat: Pflücksaat, Rote Bete-Blätter, Radicchio, Mangold
    Der Rote Kringel ist ein gespaltener Mangoldstiel. 🙂

Herbalista’s Grüne-Smoothie-Dressing:

  • 1 Teil Bio-Sonnenblumenöl (kaltgepresst)
  • 1 Teil Weißweinessig
  • 1 Teil Weißwein
  • 1 Msp. Galgant (oder Pfeffer)
  • 1 Msp. Meersalz
  • ½ TL Honig (vegan: Agavendicksaft oder Rübensirup)
  • 1 Salatstrunk oder Blattreste zum Emulgieren

ZUBEREITUNG DRESSING:

  • In den Mixer geben (am besten Hochleistungsmixer. Für den Familienalltag nehme ich z.B. den „Kleinen“ von Bianco).
  • 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.

Durch den Salat entsteht eine cremige Konsistenz wie sonst nur durch Zugabe von Sahne oder Yoghurt. Angenehm leicht – entlastend für den Cholesterinspiegel – lactosefrei!

Weitere Rezepte findest du in meinem Wildkräuter-Klassiker
 „Wilde Grüne Küche“. 10 Wildkäuter – 50 Rezepte: Schnell, einfach, mit To-go-Variante. Vegetarisch | vegan. 192 Seiten. Guten Appetit! > Hier bestellen

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Brennnessel – Heilpflanze des Jahres 2022

 Brennnessel (Urticae dioica) – unsere Energiepflanze Nr.1

Brennnessel (Urticae dioica) – unsere Energiepflanze Nr.1

Die BRENNNESSEL (Urtica) – Heilpflanze des Jahres 2022 –  ist unter den Wildkräutern unsere wichtigste heimische Heil- und Ernährungspflanze. Wenn man weiß, wofür sie alles nützlich ist, versteht man, warum sie sich wo energisch wehrt: es bliebe schlicht nichts übrig. Man kann also zurecht sagen: ein echtes Superfood mit Spitzenwerten, was Eiweiß, Eisen, Kieselsäure und Chlorophyll anbelangt. Sie enthält z. B. 30-mal so viel Vitamin C und 50-mal so viel Eisen wie Kopfsalat.

Das wussten die Frauen früher so zwar nicht … Was aber Brennnessel_in-Berlinbekannt war, war die wunderbare Wirkung der Brennessel auf Haut und Haar. Im Frühjahr und Herbst wurde  zur „Zeit der Mauser“ eine 3-wöchige Trinkkur mit Brennnesseltee gemacht und der Tee zugleich äußerlich als Haarspülung verwendet – für volles Haar bis ins hohe Alter.
Männer wiederum schätzten vor allem die Brennnesselsamen. Sie sind reich an essenziellen Fettsäuren, wurden zur Steigerung der Vitalkräfte, als Aphrodisiakum und als Potenzmittel gegessen. Wegen dieser unglaublichen Vielseitigkeit und speziell mit Verweis auf Paracelsus Empfehlung über die Wirksamkeit der Brennnessel bei Gelenkschmerzen wurde sie für 2022 zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Eigenschaften: Als Vitalkur in Frühjahr und Herbst

  • blutreinigend
  • entwässernd
  • blutbildend
  • blutzuckersenkend
  • Haarwuchs fördernd
  • Potenz steigernd
  • hilfreich bei rheumatischen Erkrankungen

Die Brennnessel ist von der Kommission E als Arzneipflanze anerkannt.
>> zum Apotheker-Interview: „Brennnessel als Heilpflanze“

WILDKRÄUTER KÜCHE: In der Küche verwenden wir das ganze Jahr die weichen oberen Blätter roh in Wildkräuter-Smoothies oder als Brennnessel-Carpaccio (vorher walzen und mit Olivenöl bestreichen), in Wildkräuterspinat, Aufläufen und als Tee. Das Aroma der Blätter ist spinatartig-nesselig, das der Samen nussig. Die Brennnessel schmeckt vor allem in Pasta, Risotto und Quiche wirklich hervorragend, was eigentlich kaum zu glauben ist. Aber so ist die Natur – immer für eine Überraschung gut. Leckere Smoothie-Rezepte quer durchs Jahr habe ich für euch im Buch „Wilde Grüne Smoothies“ zusammengestellt.

Inhaltsstoffe: Eiweiß, Eisen, lösliche Kieselsäure, Kalium, Magnesium; 1 bis 2 Prozent Flavonoide

STANDORT: Liebt nährstoffreiche Böden in der Nähe von Siedlungen. Wächst an Waldrändern, am Kompost, im Ödland.

WILDKRÄUTER SAMMELN: Die Brennnesel ist ein Nitratsammler, wir pflücken darum immer die junge Triebe (die oberen 4 bis 5 Blätter) von März bis Oktober, die Fruchtstände, die im Spätsommer wie dicke Kordeln zwischen den oberen Blättchen hängen. Öfter zurückschneiden. Tipps & Tricks: Wenn man Blätter fest zwischen die Finger nimmt, knicken die Brennhärchen um und können einem nichts anhaben. Wer sichergehen will, trägt Einmalhandschuhe.

Buch-Empfehlung:
-> „Brennnessel“ – Rezepte für Vitalität, Schönheit und Genuss

Brennnessel-Rezepte:
-> „Brennnessel-Bier“ – Rezept und Zubereitung des legendären Nettlebeeers
-> „Brennnessel-Brotkuchen“ – Outdoor-Rezept für den Feuerplatz
-> „Brennnessel-Elixir“ – aus Brennnesselsamen.  Vitaltonikum und Happy Hour …
-> „Brennnessel-Bowl mit Hederich-Schote“ – Brennnessel-Rezept für den Herbst

-> „Brennnessel-Haarkur“ – Schönheits-Tipp für Frühjahr und Herbst

 

 

Kräuterwanderung + Workshop „Wilde Grüne Smoothies“

Wildkräuter sind unsere heimischen „Superfoods“: Sie überbieten Salat & Gemüse um das bis zu 23fache an Vitaminen, Enzymen und Antioxidantien. Im Grüne-Smoothie-Workshop mit Kräuterwanderung erfahren welche Wildkräuter für Wilkräuter-Smoothies besonders geeignet sind und wie ihre Heilkräfte und Wirkstoffe im Wechsel der Jahreszeiten in der Ernährung nutzt. Leiterin: Gabriele Leonie Bräutigam (Autorin „Wilde Grüne Smoothies“).

Termine 2018:
28. Juli 2018:  Kräuterwanderung + Smoothie-Workshop – noch 9 Plätze
04. August 2018: Kräuterwanderung + Smoothie-Workshop
– jetzt buchen

Mixerinfo: Im direkten Vergleich kommen zum Einsatz Vitamix TNC 5200, Bianco puro, Bianco primo

Anmeldung erforderlich. Auch als Geschenk-Gutschein. Bitte mitbringen: Feste Schuhe zum Wechseln, Stift und Notizblock, Sammelkörbchen. Treffpunkt Oedmühle. Die Kräuterwanderung beginnt um 10 Uhr, dauert ca. 2,5 Stdunden, der anschließende Workshop endet gegen 14:30. Kursgebühr: 59,- Euro + Materialgeld 9,- Euro. Buchung per e-mail: leonie(at)herbalista.eu Tel: 09154 – 9156964

Veranstaltungsort: Oedmühle, Am Weinberg 2, 91249 Weigendorf-Oed. Auf der Frankenalb bei Nürnberg

Spitzwegerich (Plantago lancelota)

Ob Husten oder Bienenstich – unter den Wildkräutern gibt es ein „Allheilmittel“: den Spitzwegerich. Und seine beiden „Brüder“: den Breitwegerich und den Mittleren Wegerich.

Spitzwegerich_mit_Knospen_1

Der SPITZWEGERICH (Plantago lancelota) wächst bei uns an jedem Wegesrand, auf fast jedem Rasen (ungeliebt) und auf nahezu jeder Wiese. Dass die Wildpflanze eine unserer wertvollsten Heilpflanzen ist, wissen noch viel zu wenige. Er schmeckt angenehm mild, Weiterlesen

Kann ich das essen?

Sicher hast du ein paar Fragen zu Wildkräutern und Wildkräuter-Smoothies, bevor du startest. Wildkräuter Sammeln – Wildkräuter bestimmen – Wildkräuter aufbewahren – Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern – Fuchsbandwurm ? In diesem Kapitel erfährst du alles über den sicheren und sinnvollen Umgang mit Wildkräutern. Solltest du danach noch Fragen haben, schreib mir bitte.

Wildkräuter-Wissen auf einen Blick

Spitzwegerich-SmoothieDie 10 goldenen Regeln zum Sammeln von Wildkräutern und Herstellen Wilder Grüner Smoothies: Ernten – Verarbeiten – Genießen. Und warum man sich vor dem Fuchsbandwurm nicht fürchten muss. 

1.     Wildkräuter BESTIMMEN

Ernte nur Wildkräuter, die du kennst. Als sicher gilt die Bestimmung über 3 Merkmale (z.B. Form des Stängels, Geruch, Blütenfarbe o.ä.) Besuche eine Kräuterwanderung und nutze ein Pflanzenbestimmungsbuch. Meine Empfehlung: Die Bücher von Steffen G. Fleischhauer. Nicht alle essbaren Wildkräuter sind für Wildkräuter-Smoothies geeignet. Darum habe ich das Buch „Wilde Grüne Smoothies“ geschrieben. Hier stelle ich dir die 50 besten Smoothie-Wildkräuter mit einem einseitigen Portrait und Foto vor. Wenn du dir nicht sicher bist, gilt die Regel „If in doubt, leave it out“. Es entgeht dir nichts – die Natur ist extrem vielfältig.

2.     Wildkräuter-Snesorik-Test: Nutze deine Sinne

Je nach Boden und Klima können die gleichen Wildkräuter recht unterschiedlich aussehen: groß oder klein, selbst die Farbe der Blätter kann anders ausfallen. Nutze deine Sinne: sehen – fühlen – riechen – schmecken. In dieser Reihenfolge. Der „Wildkräuter-Sensorik-Test“ erspart dir unangenehme Überraschungen. Und belohnt deinen ganzen Körper mit einen ganzheitlichen Erlebnis.

Um Sicherheit zu erlangen, was sich wie anfühlen und wie schmecken sollte, besuchst du am besten zuerst eine Kräuterwanderung.Wenn du es genau wissen willst, würde ich dir: Eine Wildkräuter-Grundausbildung vermittelt

3.     Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm

„Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher, als sich durch den Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren“, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Robert-Koch-Institut. Die Krankheit, die unbehandelt zum Tod führen kann, sei zum Glück sehr selten.

Die Infektion mit dem kleinen Fuchsbandwurm (=aveoläre Echinokokkose) ist eine meldepflichtige Krankheit.

Hier zum Link der -> aktuellen Meldestatistik nach Bundesländern des Robert-Koch-Institut. Berlin ist weitgehend vom Fuchsbandwurm unbetroffen (4 Fälle im Jahre 2014), in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gab es 2014 keine Neuinfektionen mit Fuchsbandwurm. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg je eine gemeldete Neuinfektion. In Bayern traten 21 neue Fälle von Echinokokkose in Baden-Württemberg 20, das sind in beiden Bundesländern 25-30% weniger als im Vorjahr. Das ist dafür, dass die Durchseuchung der Füchse z.B. auf der Schwäbischen Alb mit 100% angegebenen wird sehr wenig.

Entgegen hartnäckiger Gerüchte gibt es keine Hinweise auf die Übertragung durch den Verzehr von Wildpflanzen oder Waldbeeren. Auch besiedeln Füchse immer häufiger Städte und stadtnahe Gebiete. Über 1600 Füchse lebten schon 2006 in Berlin, fünfmal mehr als in den umliegenden Wäldern. Das Futter lockt: Mäuse, Ratten, Katzenfutter …

Infektionsquelle:

Als größte Infektionsquelle für Fuchsbandwurminfektionen wird der enge Kontakt (Schmusen) mit Haustieren angesehen (Hunde oder Katzen, die Mäuse fressen). Prof. Dr. Brehm wies im Interview, das ich mit ihm zu diesem Thema November 2013 führte, auch darauf hin, dass die meisten in Deutschland am Menschen diagnostizierten Echinokokkose-Infektionen gar nicht aus dem deutschen Wald kommen, sondern „Urlaubsmitbringsel“ von Reisen in entsprechend durchseuchte südliche Gebiete sind und dort über Straßenhunde und Straßenkatzen übertragen werden (entweder über „Streicheln“ oder den Kontakt mit dem mitreisenden eigenen Hund). Diese sogenannte zystische Echinokokkose wird in der Statistik gemeinsam mit dem „Fuchsbandwurm“ geführt.

Dazu das Robert Koch Institut:

„Der Mensch nimmt die Wurmeier durch kontaminierte Hände entweder nach direktem Kontakt mit infizierten Endwirten (Fuchs, Hund, Katze), an deren Fell die Eier haften können, oder durch Umgang mit kontaminierter Erde auf. Die Möglichkeit der Übertragung durch kontaminierte Nahrungsmittel (Waldbeeren, Pilze) bzw. kontaminiertes Wasser ist nicht geklärt.

Quelle: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Echinokokkose.html#doc2398572bodyText6

Weil es sich hier jedoch um reine Statistik handelt, habe ich einen erfahrenen Jäger befragt: Er würde Wildwechsel (sichtbar als Trampelspuren im Gras) meiden.

Prävention:

Waschen kann Fuchsbandwurmeier zwar nicht zerstören, die Gefahr aber mindern. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zur Prävention von Fuchsbandwurm:

• Händewaschen! Vor allem nach dem Kontakt mit Haustieren
• Kochen oder Trocknen der Pflanzen (sichere Prävention)
• Waschen von Waldfrüchten und Wildkräutern

4.     Ernte nur so viel du brauchst

Ernte nur das, was du für dein Leben brauchst. Näherst du dich der Natur mit dem Gefühl der Achtsamkeit, wirst du mit reichen Sinneseindrücken belohnt. Das Ernten der Wildkräuter ist ein Teil des Genusses bei deinem Wildkräuter-Smoothie. Ernte nie mehr, als du in 3 Tagen verbrauchen kannst.

Natürlich kannst du Kräuter auch auf dem Markt oder im Bioladen kaufen. Das ist besser als auf die Vitalstoffe verzichten. Du verzichtest aber auf einen Teil des Erlebnisses.

5.     Wildkräuter Aufbewahren

Verwende zum Sammeln – vor allem im Sommer –  einen Gefrierbeutel mit einem feuchten Stück Küchenrolle am Boden. Unsere heimischen Wildkräuter brauchen viel Feuchtigkeit um knackig zu bleiben. Lege die Kräuter vorsichtig hinein, blase den Beutel etwas auf und verschieße ihn mit einer Gefrierklammer. Die Wildkräuter ruhen nun in einem Luftkissen mit eigenem Mikroklima. So kannst du Wildkräuter und -Blüten im Kühlschrank gut 3-4 Tage aufbewahren. Da der Beutel durchsichtig ist, behältst du den Überblick!

6.     Dein Geschmack ist der „Sensor deines Stoffwechsels“

Wildkräuter sind besonders reich anVitalstoffen. Nun funktioniert aber Körper jedes Menschen etwas anders. Grund dafür ist unser Stoffwechsel, der die Aufschlüsselung unserer Nahrung regelt. So kann es sein, dass dem einem schmeckt, wo der andere ausruft „Ist das bitter…!“. Oder „Ist das sauer…!“. Beide haben recht. Unser Geschmack signalisiert, was sich unser Körper gerade wünscht. Aus diesem Grund sind Wildkräuterezepte immer Empfehlungen, die du an deinen persönlichen Bedarf anpasst. Verlass dich auf deinen Geschmack. Dein Körper wird es dir danken.

Wildkräuter & Allergien

Einige Wildkräuter enthalten allegene Stoffe. Allergien können auftreten bei Beifuß (Artemisia), der deshalb nicht von der Kommission E in die Liste der Heilpflanzen aufgenommen wurde. Erhöhte Allergie-Gefahr besteht auch bei Schafgarbe, Spitzwegerich, Johanniskraut (erhähte Lichtsensibilität) und äußerlich bei Wiesenbärenklau und natürlich dem als giftig bekannten Riesenbärenklau (Kontaktallergie). Letzterer ist tabu.

Achtung:Die Dosis macht das Gift. Darum rate ich gerade bei Wilkräuter-Smoothies zu vorsichtiger Dosierung. Weniger ist mehr! Nur weil ein Hochleistungsmixer es (technisch) trinkbar macht, muss es nicht gut für euch sein. Respektiert euren Geschmack als zuverlässiger Sensor eures Stoffwechsels (siehe Absatz 6). Mogelt ein Zuviel an Bitterstoffen nicht mit süßer Mango weg 🙂

7.     Viele Wildkräuter sind Heilkräuter!

Wildkräuter schlagen Kulturpflanzen in ihrem Gehalt an Blattgrün, pflanzlichem Eiweiß und sekundären Inhaltsstoffen bei weitem – viele Wildpflanzen haben eine solche Kraft, dass sie traditionell als Heilkräuter eingestuft werden. Diese gilt es mit Vorsicht einzusetzen. Informiert euch über deren Wirkung – so könnt ihr Wildkräuter-Smoothies, Wildkräuter-Suppen und Wildkräuter-Salate gezielt für euer Wohlbefinden nutzen. Das entsprechende Wissen eignet ihr euch am besten in einem entsprechend fundierten Kurs für Wildkräuter-Smoothies an: am besten ein Workshop mit Kräuterwanderung wie der Kurs „Wilde Grüne Smoothies“ in der Oedmühle.

8.     Nutze den Rhythmus der Natur

In der traditionellen Naturheilkunde werden Heilpflanzen genutzt, um dem Körper einen Impuls zu geben. Dabei gilt es zu beachten: Der Körper gewöhnt sich schnell, aus Impuls wird Gewohnheit. Es empfiehlt sich daher, Wildkräuter spätestens alle 3-4 Wochen zu wechseln. Die Natur hilft dir: etwa alle 6 Wochen sind andere Wildkräuter im optimalen Erntestadium.

9.     Wilde Grüne Smoothies – Weniger ist mehr

Wildkräuter sind erheblich reicher an Inhaltsstoffen als Gemüse, Salat oder Obst. Beginne vorsichtig und steigere den Anteil an Wildkräutern in deinem Salat oder Wildkräuter-Smoothie langsam. Den nötigen Anteil an Blattgrün erreichst du zunächst durch Blätter von Kulturpflanzen wie Möhrenkraut, Salat, Kohlrabiblätter (aus Bio-Anbau). Steigere den Wildkräuteranteil langsam über mehrere Wochen. Achte auf deinen Geschmackssinn.

10.  Wildkräuter-Smoothies Frei gemixt – das „Nimm 3“-Prinzip

Du kannst Wildkräuter nach ihrem Geschmack kombinieren: z.B. ein Basiskraut und eines für das Aroma. Oder nach Wirksamkeit für deinen Körper auswählen. Wichtig: mische nicht zu viel durcheinander. Verlasse dich auch hier auf deinen Geschmack. Ein Wildkräutergericht (ob Salat, Sorbet oder Smoothie) sollte ein Konzert der Aromen sein und kein Geschrei. „Nimm 3“ ist eine gute Faustregel. Weitere Tipps und 50 leckere Rezepte für Wildkräuter-Smoothies findest du in Wilde grüne Smoothies, 50 Wildkräuter – 50 Rezepte, Vegan & köstlich.

Link-Tipps:

Pflanzen-Bestimmungsbücher:
-> Wildkräuter bestimmen nach Blattform: Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen, Steffen Fleischhauer e.a.
-> Wildkräuter bestimmen nach Blütenfarbe: BLV-Pflanzenführer für unterwegs. Schauer/Caspari


Wildkräuterkurse:
-> Wildkräuter-Smoothie-Workshop mit Kräuterwanderung: >hier anmelden
-> herbalista® Basic Wildkräuter-Zertifikatskurs: > hier anmelden
Es gibt eine Vielzahl von Kursen, Seminaren und Vorträgen, sicher auch in eurer Region. Informiert euch über die Referenzen des Referenten. Da es sich um „wertschöpfendes  Weltwissen“ für euer Leben handelt, kann es sich lohnen, auch weiter zu fahren.


Wildkräuter-Bücher:
-> Das große Buch der Wildkräuter-Smoothies: „Wilde Grüne Smoothies“
-> Für die schnelle, unkomplizierte Naturküche: „Wilde Grüne Küche“
Als ich begann, die Wildkräuter zu erforschen, stellte ich fest, dass es nur ganz wenige wirklich alltagstaugliche Wildkräuter-Kochbücher gibt. Mit schnellen, einfachen, für unser mobiles Leben ernährungsphysiologisch sinnvollen Rezepten gibt. Darum habe ich die beiden oben genannten Bücher geschrieben.

Franzosenkraut (Galinsoga ciliata)

Franzosenkraut-grüner Smoothie-herbalistaDas FRANZOSENKRAUT (Galinsoga ciliata) ist der Hochsommer-Favorit unter den Wildpflanzen. Wenn man viel schwitzt, kann man den Mineralverlust ganz leicht such ein paar Wildkräuter im Grünen Smoothie oder Salat ausgleichen. Franzosenkraut enthält pro 100 Gramm mehr Eisen als Fleisch und mehr als doppelt so viel Calcium wie Milch. Aufgrund seines hohen Eisengehalts empfehlenswert für Frauen und die vegane Ernährung. Bei uns wächst das Franzosenkraut in den Hitzemonaten Juli und August üppig in Blumentöpfen, auf Äckern, in den Gärten.

Inhaltsstoffe:

Eisen (zwithöchster Eisengahalt unter den Wildkräutern), Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Vitamin A und C

Eigenschaften:

      Mineralstoffausgleich
      isotonisch
      Ausgleich Eisenhaushalt
      Besänftigend für Magen und Darm
      Gut für die Leber

STANDORT: Wächst auf Äckern, Brachflächen, in Gärten und Blumentöpfen. Wird etwa 20 Zentimeter hoch.

WILDKRÄUTER SAMMELN: Von Juli und Oktober erntet man Blätter, Triebspitzen und Blüten. Stängel entfernen.

WILDKRÄUTER REZEPTE: Bekannt und beliebt ist das Franzosenkraut vor allem in Südamerika: In Kolumbien gilt es als Nationalgewürz (Guasca). In Brasilien werden Blätter und Blüten des Picão Branco als Tee bei Bauchschmerzen aller Art verabreicht. Geeignet für

  • Wildkräuter-Smoothies
  • Wildkräuter-Suppen
  • Als Gewürz für Eintöpfe
  • In herzhaften Füllungen

Vegan-Tipp!

Link-Empfehlung:
-> Mehr Rezepte mit Franzosenkraut: Wilde Grüne Küche, 2. Auflage Hans-Nitsch-Verlag, 198 Seiten

 

Mädesüß-Minz-Smoothie „Sweet Starter“

Erfrischender Mädesüß-Minz-Smoothie für heiße Tage. Aus "Wilde Grüne Smoothies", Gabriele Leonie Bräutigam, Seite 97.

Erfrischender Mädesüß-Minz-Smoothie für heiße Tage. Aus „Wilde Grüne Smoothies“, Gabriele Leonie Bräutigam, Seite 97.

Gut auf den Beinen an heißen Tagen! Der Mädesüß-Minz-Smoothie „Sweet Starter“ schmeckt verheißungsvoll wie Morgentau auf einer Sommerwiese. Das blumige Mädesüß weckt die Lebensgeister und hilft gegen Kopfschmerzen. Es wirkt leicht entwässernd (keine schweren Beine mehr!) und den Lymphfluss aktivierend, so ist es eine gute Unterstützung für heiße Tage.

ZUTATEN:

  • 4 bis 5 Stängel blühendes Mädesüß (Blätter und Blüten)
  • 1 Stängel Minze
  • 3 große Blätter Kohldistel (oder Romanasalat)
  • 1 Apfel
  • 2 Bananen
  • 0,2 Liter Wasser
  • 1 Handvoll Crushed Ice

Ergibt etwa 0,6 Liter.

ZUBEREITUNG

  • Kräuter waschen, Mädesüßblüten nicht.
  • Apfel waschen und vierteln, dabei Blüte und Stiel entfernen; Kerngehäuse mitverwenden.
  • Bananen schälen und grob zerteilen.
  • Wasser und Crushed Ice in den Mixer füllen.
  • Banane und Apfel dazugeben.
  • Abschließend Mädesüß, Minze und Kohldistel daraufgeben. Mixen.

 

Mixer-Info: Hochleistungsmixer – Mixdauer ca. 30 Sekunden; Küchenmixer – Mixdauer ca. 1,5 Minuten (Kerngehäuse des Apfels entfernen; Pflanzenfasern werden nicht vollständig zerkleinert).

Das Rezept wurde gemixt mit meinem -> Vitamix 5200.
Er erzeugt durch seine einzigartige Strönungstechnologie bei festeren Kräutern wie Brennnesseln und Mädesüß eine besonders feine, glatte Textur.

 

TIPPS: Mädesüß-Minz-Smoothie an heißen Tagen über den Vormittag verteilt trinken. Die Kohldistel als Chlorophyllträger kann man durch geschmacklich neutrale Blattgemüse oder Salate ersetzen. Ein großes Kohldistelblatt entspricht etwa 2 bis 3 Salatblättern. Im Frühjahr nur Mädesüßblätter verwenden. WARNHINWEIS: Marcumar-Patienten dürfen kein Mädesüß verzehren. Mädesüß wirkt blutverdünnend.

 

Jetzt Wildkräuter-Vorräte anlegen

Jetzt wächst der „First flush“ der Wildkräuter: jetzt heißt es ernten! Und so war eine der der häufigsten Fragen bei meinen Wildkräuterkursen am Wochenende: Kann ich das einfrieren? Welche Pflanzen kann ich einfrieren, welche trocknen? Wie bringe ich meinen Wochenvorrat nach Hause?
Bildschirmfoto 2015-04-29 um 13.06.44Kirstin Ruge, Journalistin aus Hamburg, hat sich mit dem Buch „Wilde Grüne Smoothies“ aufgemacht und es ausprobiert. In ihrem Reformwaren-Blog berichtet sie von ihren Erfahrungen.

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Diese Kräuter wachsen im Moment in Hamburg: Prächtiger Löwenzahn, daneben Hederich (auch Wilder Acker-Rettich genannt), darunter Waldmeister, daneben Brunnenkresse.

Löwenzahn und Hederich könnt ihr gut einfrieren. Brunnenkresse und Waldmeister solltet ihr frisch genießen.

Liebe Leut‘, bitte denkt daran den Waldmeister nur zum aromatisieren zu verwenden, also NIE komplett im Smoothie mixen, auch wenn das manche völlig enthemmten Grüne-Smoothie-Bücher empfehlen. 🙁 Das macht Kopfschmerzen !!! Mindestens.

Ihren Wochenvorrat sammelt KIrsten jetzt beim Spazierengehen und bewahrt ihn danach – wie im Buch empfohlen – mit einem feuchten Küchentuch in Zip-Lock-Dosen im Kühlschrank auf. So halten bei ihr die Wildkräuter bis zu 4 Tagen erzählte sie mir.Wilde_grüne_Smoothies_by_Reformwarenblog_13

 

Kurzfassung Vorratshaltung Wildkräuter:
Alle krautigen Pflanzen – Giersch, Melde, Brennnessel… – einfrieren!
Alle Blüten  – Rosen, Echtes Labkraut, Schafgarbe … – trocknen!
Alle Pflanzen mit ätherischen Ölen – Dost, Quendel … – einfrieren!

Friert bitte Portionsweise ein und gebt die Gefrierkräuter gleich gefroren in Smoothie, Gemüse oder Suppe! Fertig!

VIel Spaß beim Sammeln wünscht euch Eure
Leonie Herbalista

Bilder: © Kirstin Ruge, Reformwarenblog. Vielen Dank für deinen schönen Bilder und weiterhin viel Spaß mit dem Buch „Wilde Grüne Smoothies“!

Freikarten für „FrühjahrsLust“!

FrühlingsLust_Smoothie-Vortrag-Gabriele_Bräutigam

Ich verschenke an die Freunde der Wildkräuter 5 Eintrittskarten für die „Frühjahrslust“. Ihr seid  herzlich eingeladen euch auf dem wunderbaren Wolfganghof die schönsten Sachen für Haus & Garten anzusehen, Workshops mitzumachen und auch für die Kinder gibt’s viel Abwechslung.

Was? Wann? Am 11. +12. April  „Frühjahrslust“. Der vielseitige Markt für Garten, Freiräume und Kleintiere mit über 170 Ausstellern.

Mein Vortrag:
Kulinarische Buchvorstellung + Grüne Smoothies
Gabriele Leonie Bräutigam, Autorin
„Wilde Grüne Küche“ + „Wilde Grüne Smoothies“
Samstag 11.4., 15 -16 Uhr

Wo?  Auf dem idyllischen Jugendstilgut Wolfgangshof.
Wie?  Über das Kontaktformular. Einfach ausfüllen – Stichwort Frühlingslust“. Wer sich zuerst einträgt, bekommt die Karten.

Bid dann!