Smoothie statt Frühstück

Frage:  Ich selbst trinke jeden Morgen einen Smoothie, bisher sehr viel aus Beeren. Würden Sie sagen man sollte mit einem Smoothie seine Mahlzeit ergänzen oder komplett austauschen, beispielsweise das Frühstück?
(Daniel aus Stadland, 20.3.2014)

Weiterlesen

TK-Früchte in Smoothies?

Frage: Wie ist Ihre Meinung zu gefrorenem oder gezuckertem Obst oder Gemüse für Smoothies? Kann man das auch nehmen oder muss es frisch sein? 
(Daniel aus Stadland, 20.3.2014)
Antwort: “Frisch und optimal gereift geerntet ist am besten. Aber da hilft fast nur selbst pflücken – die Menschen bestehen heute darauf, dass alles immer verfügbar ist. Und das bekommen sie auch. Gefrorenes Obst ist besser als gar kein Obst. Der Vorteil von gefrorenem Obst im Gegensatz zu überlagertem Obst aus dem Kühlhaus ist, dass die Früchte wirklich im optimalen Reifestadium geerntet werden – denn nur dann sind die erwarteten Nährstoffe auch drin. Durch falschen Erntezeitpunkt und langes Lagern geht vermutlich mehr verloren als bei richtigem Erntezeitpunkt und professionelles Schockfrosten. Auch wenn das unromantisch klingt. Gezuckert ist natürlich böse – der Zucker befeuert wieder den “inneren Gärtank”, dazu alle anderen Nebenwirkungen für den (Fett-)Stoffwechsel bis zur Förderung der Diabetesgefahr.” (Herbalista)

 

Wildkräuter einfrieren

Frage:  Ist Einfrieren auch ohne Luftabsaugen möglich? Welches Gerät benutzen Sie zum Luftabsaugen? (F.N., Heilpraktiker – 04.04.2014)

Antwort: Im Buch „Wilde Grüne Smoothies“ gebe ich den Tipp, beim Einfrieren die Luft aus dem Gefrierbeutel bestmöglich zu entfernen. Denn: Je schneller das Gefriergut durchfriert, desto besser die Qualität. Luftabsaugen beseitigt das isolierende Luftpolster um Wildkräuter. Ansonsten gilt wie beim Trocknen: Stängel möglichst vorher entfernen. Da ich portionsweise einfriere, verwende ich kein Luftabsauggerät, sondern mache es wie die Hausfrauen in England:

Lege die Kräuter flach in den Beutel. Fasse ihn oben mit der Faust zusammen, als ob du ihn aufblasen möchtest und sauge die restliche Luft heraus. Fertig! Dann am besten mit einer Gefrierklammer verschließen – und – beschriften! Mit Pflanzenname und Datum. Erst einmal gefroren, sieht das ganze Grüne sich recht ähnlich 🙂 Mein Luftabsauggerät habe ich entsorgt, da es mir zu viel Platz eingenommen hat.” (Herbalista)

 

Getrocknete Kräuter in Smoothies?

Frage: Spricht etwas gegen das Trocknen von Kräutern? Nachteile?
(F.N., Heilpraktiker – 04.04.2014)

Antwort: “Die Wilde Grüne Smoothie-Kräuter sind meist krautige Pflanzen bzw. sie befinden sich in der Frühjahrsphase, wo die “Energie” der Pflanze vor allem im Grün steckt. Meiner Erfahrung nach bleibt diese knackige, stark wasserhaltige Frische in Geschmack und Konsistenz beim Einfrieren am besten erhalten. Wer es genau nimmt wäscht die Kräuter zuerst, schleudert sie trocken und friert sie in möglichst dünner Lage. Je schneller das ganze durchfriert, umso besser für die Qualität. Giersch oder Melde sind Pflanzen die ich nicht trocknen würde, Brennnesselblätter hingegen kann man sehr gut trocknen (für Brennesseltee etc). Für Smoothies, wie auch für spinatige Gemüse würde ich immer einfrieren. Trocknen erzeugt meiner Erfahrung nach eine andere Qualität. Getrocknet sind die Pflanzenteile ab Sommersonnwende (d.h. vor allem aber Blüten und Samen) optimal zu verwerten. Bei vielen krautigen Pflanzen verändert sich der Geschmack (Oxidation). Ebenso, wie sich bei empfindlichen Pflanzenteilen (Blüten z.B.) die Konsistenz beim Einfrieren stark leidet. Getrocknete Pflanzenteile (im Winter trotzdem hilfreich, um die Wirkung der Heilkräuter zu erschließen) empfehle ich, vor dem Smoothiemixen über Nacht als Kaltauszug einweichen (0,1 l Wasser) und das Einweichwasser mitzuverwenden.” (Herbalista)

 

 

Meine Hochleistungsmixer

Für das Buch “Wilde Grüne Smoothies” hatte ich 2 Geräte im Einsatz. Einen Vitamix und einen Bianco puro „Das grüne Ei“. Beides sind absolute Top-Geräte, robust, schnell und leistungsstark und erzeugen wirklich “smoothe” Qualitäten, auch bei Wildkräutern. Man kann mit ihnen auch z.B. Eichelmehl herstellen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie Schanden nehmen.

Der Bianco Puro – Der Designmixer.

Sieht wirklich toll aus, ein Schmuckstück in der Küche, der Anblick macht wirklich gute Laune – das ist wichtiger als man denkt, denn klein ist so ein Mixer nicht. Wenn ich einen Workshop veranstalte nehme ich immer den Bianco puro mit: Weil er so ein tolles Design hat, die Programmierung so vielseitig ist und er für seine Leistung (um die 2 PS) überraschend leise läuft. Auch die Technischen Daten lassen keine Wünsche offen. Der Bianco funktioniert per Drehschalter: 6 Programme von Nusspaste über Sojamilch bis Smoothie sind vorprogrammiert. Da gibt es nämlich durchaus einige Tricks im Wechsel der Geschwindigkeiten. Und – um auf den Anfang zurückzukommen – allein der Anblick in der Küche ist eine Belohnung. Bianco Puro. Link zu Technischen Daten/Verkaufsstelle.

Der Vitamix – die „Stihl-Kettensäge“ unter den Mixern.

Entwickelt aus den Anforderungen der Rohkostszene, also für harten Dauereinsatz geschaffen. In Amerika wird er mit “lifetime guarantee” angeboten (das ist nach EU-Recht verboten, deshalb gibt es ihn hier mit „7 Jahre Garantiezeit“). Seine Idee ist, dass er so robust gebaut ist, dass er einfach nicht kaputtgehen kann. Er hat einen Schalter, mit dem man die Umdrehungen stufenlos hochregeln kann. Was sehr praktisch und einfach ist. Für cremige Smoothies hat er zusätzlich eine Turbotaste. Also 2 Tasten – fertig. Das finde ich sehr sympathisch. Der eigentliche Clou aber ist die Form des Messers. Es erzeugt – je höher es dreht – einen Strudeltrichter, in dem alles gleichmäßig eingesogen und glatt emulgiert wird. Das Ergebnis ist hervorragend, schlägt meines Erachtens die anderen Messer-Technologien um Längen. Vor allem bei hartfaserigen Wildkräutern. Das Design: „Form follows function“ – steht hier weniger im Mittelpunkt. Der Vitamix sieht traditionell aus wie eine “Stiehl”-Kettensäge. Oder das Armaturenbrett unseres geliebten Landrover Defender. Und ist ähnlich robust und leistungsstark. Vitamix TNC 5200 Link zu Technischen Daten/Verkaufsstelle.

Und genau so sollte man es sehen: Habe ich einen kleinen Garten mit einer Hecke, reicht eine Elektromotorsäge, die ich einmal im Jahr benutze und dann wegräume. Gehe ich regelmäßig in den Wald und mache Holz – dann brauche ich entsprechendes Gerät, will ich vorankommen. Für alle, die weniger Platz haben empfehle ich … den Großen unter den Kleinen:

Bianco Primo:  „Praktisch, gut, günstig“

Vor kurzem habe ich den Bianco Primo für den „verschärften Einsatz“ mit Wildkräutern getestet. Mit aktuell nur 269.- statt 299,- Euro ist er erfreulich günstig. Für Grüne Smoothies und Suppen eignet er sich perfekt. Da der Mixbecher bis 120°C verträgt und BPA-frei ist, eignet er sich auch hervorragend zur Herstellung von Babykost. Seine Grenzen findet der Bianco puro bei Granita oder Nussmus, da der Mixbecher hierfür etwas zu breit und zu quadratisch ist, wodurch sich das Mixgut in den Ecken festsetzt. Wenn solche „Sonderthemen“ nicht interessant sind, überzeugt die Preisleistung und das handliche, platzsparende Format: praktisch, quadratisch, gut. Und er lässt sich bequem einhändig zu bedienen (dank 1-Knopf/Stufenloser Drehschalter-Bedienung)! Praktisch, wenn man z.B. gerade das Kind auf dem Arm herumträgt! Bianco Primo, Schwarz-Edelstahl. Link zu Technischen Daten/Verkaufsstelle.

———————————————————————————————-

Diese Links führen direkt zu „GrüneSmoothies.de“, dem Grüne-Smoothie-Wissensportal in Berlin. Hier finden Sie einen ausgezeichneten Mixervergleich. Das Grüne Smoothies-Team testet dafür die Mixer selbst im Dauereinsatz und veröffentlicht die Ergebnisse übersichtlich in Tabellarischer Form. Ab und zu bin ich eingeladen, dort als Gastautorin „herbalista“ über Wildpflanzen zu veröffentlichen.

Mit einer Bestellung im Shop von Grüne Smoothies Berlin unterstützen Sie unsere Arbeit für eine bessere, grüne Ernährung. Bitte geben Sie dazu beim Bestellen des Hochleistungsmixers Ihrer Wahl im Verlauf des Bestellvorgangs im Feld „Aktionscode“ die Ziffer 100067 ein. Damit setzen Sie ein Zeichen, dass Ihnen unsere Redaktion wichtig ist und fortgeführt werden soll 🙂

Grüne Smoothies aufheben?

Frage: Kann ich einen Wilden Grünen Smoothie im Kühlschrank aufheben? (Frau Schuster, 30.04.2014)

Beim Aufheben oxidiert der Grüne Smoothie, ganz gleich, was andere Publikationen dazu sagen. Außerdem zerfallen viele Phytonährstoffe bereits 20 Minuten nach der Ernte. Was also tun? Am besten frisch trinken. Oder mit Freunden, Kollegen oder in der Familie eine “Genussgemeinschaft” gründen und teilen. Das macht mehr Spaß, löst das Frische- und Mindermengenproblem und alle haben etwas davon. Wenn es gar nicht anders geht: Zitrone verhindert das “Braunwerden” von Äpfeln und Bananen als sichtbaren Zeichen der Oxidation. Und den Smoothie zum Aufheben “Randscharf” in ein Schraubglas füllen, so dass kein Sauerstoff darüber Platz findet, wahlweise Vakuumieren, falls Sie ein entsprechenes Gerät haben. Guten Appetit!

 

Giersch-Smoothie „Gärtnerglück“

GierschSmoothiesGiersch ist für die Ernährung unsere wertvollste Wildpflanze: als Spitzenreiter im Eiweißgehalt, an Magnesium und Provitamin A. Seine überbordende Vitalität können wir uns nutzbar machen: in Spinat, Salat, Füllungen, Saucen, Pesto & Pasta – vor allem aber in Wilden Grünen Smoothies. Die Blüten sind geschmacklich der Kick: karottig-wildwürzig-kraftvoll.
Zutaten:
1 „Strauß“ Giersch: Blätter & Blüten
3-4 Blätter (Kopf-)Salat
1 EL Brennesselsamen
1 Mango
1 Apfel
1 Orange (ohne Schale)
ca. 0,1 Liter Wasser
6-8 Eiswürfel
Zubereitung:
• Wasser in den Mixer geben
• Obst schneiden, einfüllen
• Gierschstängel entfernen, einfüllen
• Gierschblätter und Salat einfüllen
• Brennesselsamen zugeben
• Eiswürfel on top
Ca. 30 – 40 Sekunden mIxen (Hochleistungsmixer), bis eine gleichmäßige, seidige Konsistenz entsteht. Je nach Geschmack kann man den Smoothie jetzt löffeln. Oder noch etwas Wasser zu geben und trinken. Ernährungsphysiologisch würde ich zum Löffeln raten – und dabei ruhig etwas kauen. So kommt man geschmacklich in den vollen Genuss und die wertvollen Nährstoffe werden bereits im Mund von den entsprechenden Enzymen begrüßt und aufgeschlüsselt.
Das könnte Sie auch interessieren:
–> Zum Pflanzenportrait Giersch
–> Leistungsvergleich Hochleistungsmixer

Detox-Smoothie mit Gundermann

Gundermann-Smoothie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die enzymreiche Ananas, bekannt für ihren Detox-Effekt, unterstützt die Wirkung des Gundermann und schmeckt herrlich exotisch. Zutaten:

  • ca. 10 bis 15 Blättchen Gundermann
  • 1 Handvoll grünen Pflücksalat
  • alternativ 1 Handvoll Kohldiestel
  • 1 Baby-Ananas
  • 1 Esslöffel Kokosraspeln (am besten Rohkostqualität)
  • 0,1 Liter Wasser (zum Einweichen der Kokosraspeln)
  • 1 Handvoll Crushed Ice

Ergibt etwa 0,4 Liter.  Weitere Detox-Smoothies findet ihr in „Wilde Grüne Smoothies“.

Gundermann (Glechoma hederacea)

Gundermann - Glechoma hederacea - Herbalista„Detox“ heißt heute die Zauberformel für alle, die gesund und fit bleiben möchten. Die Idee ist einfach: durch Umweltbelastungen jeglicher Art nehmen wir Schadstoffe aller Art auf. Diese beschleunigen die Zellalterung. Wenn man also das ganze durch einen Tee oder Smoothie schnell wieder los werden könnte … wäre das eine feine Sache. Da hilft der GUNDERMANN (Glechoma hederacea). In fast allen Gärten, an Waldrändern und in Wiesen kriecht er durchs Gras, gern auch unter Büschen. Sein Geschmack ist wild-würzig bis herb-aromatisch. Verwendung in der Heilkunde

Verwendung in der Heilkunde

Seit der Zeit der Kelten wird der Gundermann zum „Entgiften, Ausleiten & Regenerieren“ eingesetzt.

Inhaltsstoffe:

  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe (Glechomin)
  • ätherisches Öl
  • Saponine
  • Vitamin C

Der Gundermann fördert die akute Bindung von giftigen Körpersekreten und Schwermetallen, sodass diese schnell ausgeschwemmt werden können. Früher tranken z.B. Maler Gundermanntee, um Vergiftungen durch bleihaltige Farben vorzubeugen. Und da haben wir den Grund, warum der Gundermann keine Medizinalpflanze (im Sinne der Kommission E) sein kann: er ist dafür da, dass wir NICHT krank werden. Also eine „Gesundbleibepflanze“. Vor allem dazu da, das Störende adhoc auszuleiten und gar nicht erst krank zu werden.

Anwendung:

  • Heuschnupfen
  • Magenschleimhautentzündungen
  • chronischer Bronchitis
  • chronischem Schnupfen

Die bekannte Phytotherapeutin Ursel Bühring empfiehlt den Gundermann aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts zum aktuten Binden von Schwermetallen (z.B. Quecksilber beim Entfernen von Amalgam-Plomben, gleich Gundermanntee zum Ausspülen verwenden und an diesem und dem folgenden Tag mehrere Tassen Gundermann-Tee trinken) und berichtet über eine lange Tradition zur Vorbeugung von Bleivergiftungen bei Büchsenmachern (Bleikugeln) und Malern (Bleiweiß). Diese tranken gern Gundermanntee als Präventionsmaßnahme. Diesem Gedanken folgend würde ich die Verwendung von 4-5 Blättchen in Tee oder Smoothie vor allem denjenigen Altbaubewohnern (Baujahr bis ca. 1930) empfehlen, die nicht sicher sind, ob ihr Wasser noch durch Bleirohre fließt.

Was die wenigsten wissen: auch Pestizide werden durch Gerbstoffe gebunden (das ist wiederum für alle interessant, die auf dem Land wohnen wo Felder in konventioneller Landwirtschaft bestellt werden).

Lecker in der Küche

Gundermann schmeckt ausgeprägt herb-aromatisch. Ideal für Kräutersalze, Pestos, Würzöle, Kräuteraufstriche, Quiches, zum Würzen herzhafter Speisen und Grillgerichte und in Kräuterlikören. Besonders delikat als Dessert, mit Schokolade überzogen.

Früher wurde der Gundermann auch Gartenhopfen, engl. „Ale-hoof“ genannt, was ihn als wichtige Zutat für das Bierbrauen (speziell das englische „Ale“) ausweist.

Pflanzen Sie sich das wohlschmeckende und nützliche Pflänzchen am besten einfach in einen Balkonkasten, dort bildet er dekorative Ranken.

Brennnessel statt Botox?

Ja! Denn Botox macht vielleicht eine glatte Stirn. Die Brennnessel dagegen gilt seit jeher als Schönheits- und Potenzmittel … 🙂

BrennnesselDie Brennnessel (Urtica) ist wichtigste heimische Wild-, Heil- und Ernährungspflanze. Wenn man weiß, wofür sie alles nützlich ist, versteht man, warum sie sich so energisch wehrt: es bliebe schlicht nichts übrig! Man kann also zurecht sagen: ein echtes Superfood mit Spitzenwerten, was Eiweiß, Eisen, Kieselsäure und Chlorophyll anbelangt. Sie enthält z. B. 30-mal so viel Vitamin C und 50-mal so viel Eisen wie Kopfsalat.

Brennnessel statt Botox

„Brennnessel statt Botox“ betitelte eine Journalistin ihre Rezension des Buches „Wilde Grüne Smoothies“. Über die wundersame Wirkung von Botox wussten die Frauen früher zwar nichts. Und ich würde mir NIE etwas in den Körper spritzen lassen, was so giftig ist, dass es meine Nerven lähmt. Selbst wenn der Preis ist, dass ich mit einem Plissee auf der Stirn herumlaufe 🙂

Über all dies wussten die Frauen früher so zwar nichts … Was aber bekannt war, war die wunderbare Wirkung der Brennnessel auf Haut und Haar. Im Frühjahr und Herbst wurde  zur „Zeit der Mauser“ eine 3-wöchige Trinkkur mit Brennnesseltee gemacht und der Tee zugleich äußerlich als Haarspülung verwendet – für volles Haar bis ins hohe Alter …

Männer wiederum schätzten vor allem die Brennnesselsamen. Sie sind reich an essenziellen Fettsäuren, wurden zur Steigerung der Vitalkräfte, als Aphrodisiakum und als Potenzmittel gegessen.

In der Küche verwenden wir das ganze Jahr die weichen oberen Blätter roh in Wildkräuter-Smoothies oder als Brennnessen-Carpaccio (vorher walzen und mit Olivenöl bestreichen), in Wildkräuterspinat, Aufläufen und als Tee.

Das Aroma der Blätter ist spinatartig-nesselig, das der Samen nussig. Die Brennessel schmeckt vor allem in Pasta, Risotto und Quiche wirklich hervorragend, was eigentlich kaum zu glauben ist. Aber so ist die Natur – immer für eine Überraschung gut!

Inhaltsstoffe

Eiweiß, Eisen, lösliche Kieselsäure, Kalium, Magnesium; 1 bis 2 Prozent Flavonoide

Eigenschaften

Als Vitalkur in Frühjahr und Herbst

  • blutreinigend
  • entwässernd
  • blutbildend
  • blutzuckersenkend
  • Haarwuchs fördernd
  • Potenz steigernd
  • hilfreich bei rheumatischen Erkrankungen

Die Brennnessel ist von der Kommission E als Arzneipflanze anerkannt.

Standort: Liebt nährstoffreiche Böden in der Nähe von Siedlungen. Wächst an Waldrändern, am Kompost, im Ödland.

Sammeln: Die Brennnesel ist ein Nitratsammler, wir pflücken darum immer die jungen Triebe (die oberen 4 bis 5 Blätter) von März bis Oktober, die Fruchtstände, die im Spätsommer wie dicke Kordeln zwischen den oberen Blättchen hängen. Öfter zurückschneiden, dann treibt sie jung nach.