Was muss ich beim Mixerkauf beachten?

Frage: Die Zubereitung von Smoothies interessiert ich mich, nur möchte ich vorher etwas fragen: Ich möchte bei der Anschaffung eines Mixers nicht erst den falschen, weil vielleicht preiswerteren kaufen. Können Sie mir ein Gerät empfehlen oder allgemein einen Tipp abgeben? (Frage von Elke, 11.04.2016)

Antwort: Ich kann Ihnen natürlich nur berichten über die Geräte, die ich getestet habe. Das wären ein Pürierstab, den wir im Haushalt hatten (geht nur bei weichem Wildpflanzen wie jungem Giersch), an meinem normalen Barblender haben sich die Stiele (Petersilie) etc immer festgewickelt, er ist heißgelaufen und war dann kaputt. Für meine Hochleistungsmixer war mir besonders wichtig, dass sie auch zur Verarbeitung (fester) Wildkräuter wie z.B. Sommer-Brennnessel geeignet sind: da helfen 2 PS/ca. 30.000 U/Min. Beste Testergebnisse liefert der „Vitamix 750“: Er macht dank des neues MixervergleichMixbechers die absolut fluffigsten Grünen Smoothies. Der Mixbecher ist allerdings „Haushaltsgrößenoptimiert“, d.h. ideal für 1-3 Personenhaushalte, für meine Smoothie- und Wildkräuterkochkurse sind die „Klassiker“ mit den großen 2-Liter-Bechern besser geeignet.

Beispiel aus der Praxis: Ich mir auch lange Zeit nicht so sicher, ob man wirklich einen teuren Hochleistungsmixer braucht. Zumal ständig neue Geräte auf den Markt kommen, die sich „Smoothie-Mixer“ nennen. Aber neulich hatte ich auf einem Workshop in der Umweltstation des Klosters Waldsassen einen Teilnehmer, der es wissen wollte. „Was mache ich falsch?“, fragte er mich schon vorab. Und ich bat ihn, einfach seinen Mixer mitzubringen, damit wir einen Test machen können. Gleiches Rezept, gleicher Tag, gleiche Wildkräuter, gleiche Laufzeit. Das Ergebnis war wirklich frappierend: Der Wildkräuter-Smoothie aus dem Haushaltsmixer (der nicht billig war) hatte deutlich sichtbare Blattstückchen, war nicht so grün (d.h. es war weniger Chlorophyll freigesetzt), war blasig. Der Wildkräutersmoothie aus dem Hochleistungsmixer seidig-glatt und froschgrün.

Generell immer wieder die Frage: Braucht man tatsächlich einen Hochleistungsmixer? Oder kann es z.B. auch ein Küchenmixer oder eine Multifunktionsküchenmaschine sein?

2 Gründe sprechen für Hochleistungsmixer bei Smoothies:

 1/ Magen/Darmschonend und damit gut für die Immunabwehr. Vor allem bei empfindlichen Menschen empfehle ich aber Hochleistungsmixer, da auch Wildkräuter mit festem Blattgrün so fein püriert werden, dass die Inhaltsstoffe und vor allem das Chlorophyll im Grünen Smoothies vom Körper innerhalb kürzester Zeit aufgenommen werden. Daher rührt das angenehm leichte, unbelastete, energiegeladene Gefühl, von dem immer wieder berichtet wird. Ist dies nicht der Fall (bei geringerer Drehzahl, wenn in sich geschlossene Pflanzenteile im Smoothie erhalten bleiben, kann es bei empfindlichen Menschen zu Blähungen kommen. Die physikalische Aufschlüsselung des Blattgrüns ist essentiell wichtig. Denn die Immunabwehr “wohnt” im Darm. Ist der Darm entlastet, verbessert das nicht nur die Immunabwehr, sondern auch die Konzentration, das Wohlbefinden. Der Körper hat dafür einfach mehr Energie frei. Energie, die sonst das Aufspalten der Zellstrukturen bindet.

 2/ Ich liebe Geräte, die für ihre Funktion optimal konstruiert sind. Das vermeidet Fehleranfälligkeiten. Ich hatte einmal ein Fax, das konnte Kopieren, Scannen und emails verschicken – leider war es unerträglich langsam. Es gibt Küchengeräte, die Mixen, Bachen und Kochen. Dennoch: Echte Alleskönner haben (meine Erfahrung) meist einen Haken. Und wenn es der Preis ist. Oder superteure Ersatzteile. Dann lieber einen echten Könner seines Fachs der seine Aufgabe optimal löst: z.B. Blattgrün optimal aufschlüsselt.

Link-Empfehlung:
–> Grüne Smoothies Mixervergleich

Wildkräuter: Anzahl für einen grünen Smoothie?

Frage:Ich habe Ihr wilde grüne Smoothie Buch mit Interesse gelesen, tolles Buch
Hätte jetzt noch eine Frage: kann ich mehrere Wildkräuter in den Mixer geben plus die anderen Zutaten oder ist das zu viel des Guten?
Kaufe nämlich auf dem Markt ein kleines frisch gepflücktes “ Sortiment“ und möchte dies auch zeitnah aufbrauchen.“ (Birgit, Saarbrücken am 22. Juni“

Antwort:

Liebe Birgit, im frühen Frühjahr können Sie das Wilde Grün gern in beliebiger Mischung in den Mixer geben. Um Sonnwend bilden sich dann die sekundären Pflanzenstoffe voll aus, so dass man die Kräuter auch als Heilkräuter trocknet und verwendet.

Wenn Sie diese Wirkungen nutzen wollen, empfiehlt es sich die, Kräuter einzeln einzusetzen. Ebenso, wenn Sie das reiche Spektrum der Geschmäcker kulinarisch wahrnehmen möchten.

Phytotherapeutisch betrachtet, können sich die einzelnen Wirkungen natürlich auch aufheben, vor allem wenn Minze in der Mischung enthalten sein sollte.

Also… ein weites Feld. Darum verwende ich immer lieber eine, maximal zwei Wildpflanzen. Für mehr Vielfalt im Geschmack. Damit sich der Körper nicht so schnell gewöhnt – der Wechsel wirkt wie eine Art „Trampolin füs Immunsystem“. Kaufen Sie also lieber weniger , ansonsten hilft fachgerechte Aufbewahrung (locker in ein verschlossenes Aufbewahrungsglas, auf dem Boden ein Blatt feuchte Küchenrolle, im Kühlschrank.

Herzlich
Ihre Herbalista

Grüne Smoothies mit Fett ?

Frage: Ich weiß, als smoothie-Zugabe empfehlen Sie höchstens einmal Hanf- oder Leinsamen als kräftigen Fettlieferanten. Was spricht eigentlich dagegen, den Fettgehalt in smoothies zu steigern?
Mich interessiert das im Rahmen der ketogenen Ernährungsweise, wo bei jeder Mahlzeit der Fettanteil dominiert.
Inwiefern bremsen Hanf-, Mandel-, Kokosmilch und Co. die positiven Eigenschaften der Wildkräutersmoothies?
Danke im voraus und tausend Dank für die beiden wundervollen Bücher. Chapeau !! (Susanne S.)

Antwort: Liebe Susanne, natürlich kannst du eingeweichte Mandeln, Hanfsamen und Kokos in den Smoothie geben. Nüsse und Samen am besten über Nacht einweichen, dann verleihen sie dem Smoothie zusätzlich eine herrlich glatte Konsistenz. Die Avocado hat auch einen sehr hohen Fettanteil. z.B. zur Aufschlüsselung des Provitamin A ist Fett auch dringend erforderlich.

Die Einschränkung bezieht sich auf gekaufte Hanf- Mandel- und Kokosmilch, d.h. processed food. Hier ist die Qualität des Rohstoffs durch Sterilisieren/Erhitzen verloren und das Aroma ist durch Zugabe von Zucker etc. verändert.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Herzliche Grüße
Herbalista

 

 

(Wild)kräuter selbst anpflanzen?

Frage:ich stehe noch ganz am anfang meines weges in die welt der grünen smoothies. aber ich bin bereits nach wenigen tagen mit meinem vitamix ganz begeistert von der vielfalt an möglichkeiten.
ich überlege, ob es sinn machen würde die wildkräuter selbst im garten meiner oma anzupflanzen und dann portionsweise einzufrieren? ich weiß nämlich nicht, ob ich mit selbstsammeln zutrauen würde und außerdem ist doch die qualität dann völlig ungewiss oder nicht?
kannst du mir ein paar deiner lieblings-wildkräuter verraten ? ich würde mich sehr über eine antwort freuen… liebe grüße aus kassel.“ lea

Antwort:  Ein Vitamix – ich habe den Vitamix TC 5200 – ist jedenfalls erste Wahl für Wildkräuter. Nutze den Garten deiner Oma – das ist eine einmalige Chance.
Grob „küchentechnisch“ gesprochen gibt es 2 Arten Wildkräuter:
• Die Krautigen -> Einfrieren : Giersch, Melde, Meerrettichblatt, (wilder) Schnittlauch, Kohldiestel, Wiesenbärenklau, Bärlauch
• Aromakräuter + Blüten -> Trocknen: Dost, Quendel (heimischer Thymian), Schafgarbe, Echtes Wiesenlabkraut, Mädesüß (wunderbar im Smoothie).
Mit Brennessel kannst du auf beide Weisen verfahren.
Blüten nie einfrieren, das gibt nur Matsch. Blüten eignen sich hervorragend zum aromatisiern von Smoothies | analog Aromatherapie.
Kräuter selbst anbauen:
Dazu gibt es ein ganzes Kapitel in meinem neuen Buch „Wilde Grüne Küche“. Denn die Wertschätzung oder Verachtung einzelner Pflnazen liegt allein im Auge des Betrachters bzw. ist durch die Position im Verhältnis zum Gartenzaun definiert: davor oder dahinter. Wie so oft im Leben erschließt Dir der freie Blick da ungeahnte Schätze 🙂
Was ist zu beachten? Wildkräuter sind erheblich wüchsiger als Kulturpflanzen, d.h. sie sind entsprechend vitaler – vermutlich im gleichen Maß, wie sie das „zivilisierte Kraut“ an Vitalstoffen (Mineralien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Aroma) überbieten. Und sie überbieten Gemüse und salat im Schnitt um das 23-fache.
Im Garten fordert diese überbordende Vitalität eben ihren Platz – man bekommt im Leben immer beide Seiten der Medaille im Kombipack. Die kluge Gärtnerin wird die überschäumende Vielfalt also lenken… aber keinenfalls verzichten. Ich zum Beispiel habe einen Naturgarten. Da gibt es Wiese, und Willdecken und manche Kräuter lasse ich auch in den Beeten wachsen …
Für den Anfang empfehle ich Dir folgende Wildkräuter:
  • Brennnessel am Kompost
  • Giersch im Separee (wuchert wie verrückt, Wurzeln bis zum 50 cm tief, hat Beetverbot)
  • Gundermann unter Johannisbeerbüschen (macht aber auch im Blumenkasten wunderbare Hängeranken)
  • Blumenwiese – kauf dir eine Mischung und sieh was übrig bleibt.
  • Breit- und Spitzwegerich macht den Smoothie schön soft
  • Löwenzahn ist sicher schon da
Wildpflanzen mögen es generell nicht, wenn zu gedüngt wird  (außer Brennnessel, Großer Klette und den ganzen Großblattpflanzen). Was groß wird braucht viel Nährstoffe. Logisch. Es gibt unterschiedliche Ansprüche an den Boden: sauer, kalkhaltig, sandig. Und an das Licht sonnig – halbschattig. Und an die Feuchtigkeit nass – trocken. Die oben für den Anfang vorgestellten Wildkräuter wachsen aber fast überall!
Das dürfte fürs erste reichen – zu den 50 besten Pflanzen für Grüne Smoothies gibt es in meinem  Buch „Wilde Grüne Smoothies“ Portraits die Pflanze, Standort, Ansprüche, Verwendung in der Küche, Heilwirkungen etc. ausführlich erklären. Dazu einen Sammel/Anbaukalender. HIer gebe ich auch für Einsteiger eine ganz ausführliche Anleitung, was beim Ernten in freier Wildbahn zu beachten ist (Zecken, Hunde, Fuchsbandwurm etc).
In meinem neuen Buch „Wilde Grüne Küche“ stelle ich dann die 10 Wildpflanzen vor, die besonders wertvoll für unsere Ernährung sind: Weil sie gut schmecken, in großer Menge wachsen und satt machen, oder weil sie unseren eigenen Energiehaushalt sprich Stoffwechsel verbessern. Außerdem gibt es hier ein Pflanzliste aus den Erfahrungen unseres Urban Gardening Projekts in Nürnberg.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Mede dich gerne mit Fragen und Erfolgen.
Deine Herbalista Leonie

Wildkräuter in der Schwangerschaft?

„Muss ich mit Wildkräutern in der Schwangerschaft aufpassen? Ich liebe Wildkräuter-Smoothies!“ (Anna aus Berlin, 16.08.2014)

Antwort: Liebe Anna, In der Schwangerschaft bist du nicht allein: du hast einen Mitesser. Gerade in den ersten 3 Monaten sollte man alle „Fremdeinwirkungen“ – Nahrungsergänzung (außer vom Arzt verschieben), pflanzliche Heil- und Genussmittel vermeiden. Das Baby soll sich von Grund auf „eigen“ strukturieren können. Man bedenke: Wirkungen und Nebenwirkungen von „was auch immer“ sind für diese Lebensphase NICHT evaluiert, entsprechende Studien wären aus moralischen Gründen nicht vertretbar und auch schwer überprüfbar. Das gilt auch für Wildkräuter, die eine sehr hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ausgeprägte Heilwirkungen haben. Für das Kleine gilt in besonders hohem Maß die Formel

„Allzuviel ist ungesund“

Um zu erfassen, wie wenig zu viel sein kann, muss man sich nur vorstellen, wie mikroskopisch klein so ein Zellhaufen ist. Es gibt einige Kräuter, von denen ganz abzuraten ist: z.B. weil sie Wehenaktivitäten auslösen können. Die mir bekannten, von denen ich komplett abraten würde, habe ich hier für euch zusammengefasst.

NO! Rote Liste (Wild-)Kräuter/ Schwangerschaft:
„Für Schwangere nicht geeignet“:

 

  • Aloe Vera
  • Beifuß
  • Beinwell
  • Berberitze
  • Eberraute
  • Engelwurz
  • Frauenmantel
  • Hirtentäschel
  • Mistel
  • Poleiminze
  • Rainfarn
  • Wachholder
  • Wermut

IN DER SCHWANGERSCHAFT:
Vorsichtig sein bei …

Also auf keinen Fall als Tee tinken!! Bei Teemischungen Zusammensetzung nachlesen! Auch bei deinem Lieblingstee! Im Tee, Smoothie oder Pesto erreichst du Konzentrationen, die die Gebärmutter ungewollt aktivieren können. Die Verwendung als Küchengewürz ist ungefährlich:

  • Anis 
  • Bockshornklee 
  • Chili 
  • Eisenkraut (Verbene) 
  • Fenchel 
  • Himbeerblätter 
  • Knoblauch (größere Mengen) 
  • Lavendel 
  • Liebstöckel 
  • Majoran 
  • Muskat 
  • Petersilie 
  • Rosmarin 
  • Salbei 
  • Tee schwarzer 
  • Thymian 
  • Zimt
Das Problem ist, dass viele der oben genannten Kräuter die Gebärmutter stimulieren. Dies kann zum Einleiten der Wehen durchaus erwünscht sein, vorher nicht. Vertraue dich einer naturheilkundlichen Hebamme an – sie wird dich gerne beraten.
Wahre Geschichten – echte Tipps: Nur um das Thema „Dosierung“ richtig einzuordnen: Würzen ist ok. Da müsst ihr keine Angst haben. Als meine Freundin Mara allerdings ihren Husten im 6. Monat mit 2 Liter Thymiantee pro Tag kurieren wollte (wie sie es sonst auch macht) hatte sie nach 3 Tagen fast einen Abgang und sie musste 2 Wochen liegen. Was vermutlich aber nicht nur am Tee, sondern auch an ihrem Extremhusten lag und daran, dass sie statt Ruhe zu geben, in ihrem Bauernhof Putz abgeschlagen hat. Also – passt auf euch auf. Ihr seid nicht allein. Ihr habt Aufgewicht.

Schwanger & schön ohne Hormonfalle!

 

Hier noch einige Empfehlungen aus meiner persönlichen Erfahrung als 2-fache Mutter, die nichts mit Wildkräutern zu tun haben, die mir aber wichtig sind:

  • Keine essentiellen Öle 
  • Keine parfümierte Körperpflege: in NL ist sie sogar verboten, wegen der Phthalate. Phthalate simulieren weibliche Hormone und stören damit nachhaltig den Aufbau des Körpereigenen Hormonsystems des Kindes!!
  • Kokosöl oder Weizenkeimöl zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen (ich habe keine bekommen). Einfach täglich einmassieren (Bauch, Beine, Po). Nachhaltigkeits-Tipp: Die Textilien vor dem Waschen 1-2 Stunden in Soda einweichen (Beschädigt die Farben und Fasern nicht, außer bei Seide und Wolle, wo es ungewollt auch den natürlichen Fettgehalt der Faser verseift). Altes Hausmittel, umweltfreundlich, in jedem Drogeriemarkt für 1-2 Euro zu haben und sehr zu empfehlen.

Liebe Anna, ich hoffe, ich konnte dir helfen. Viel Spaß euch beiden

Eure Herbalista

Sekundäre Pflanzenstoffe in Kulturpflanzen?

Frage: Ihr Buch „Wilde grüne Smoothies“ habe ich gründlich gelesen und fand es sehr hilfreich, aber wie ist es mit den Inhalten der Kulturpflanzen im Garten wie z.B. Stockrosen, Zuchtrosen, Frauenmantel, Fetthenne, Ringelblumen, Beeren? Weiterlesen

TK-Früchte in Smoothies?

Frage: Wie ist Ihre Meinung zu gefrorenem oder gezuckertem Obst oder Gemüse für Smoothies? Kann man das auch nehmen oder muss es frisch sein? 
(Daniel aus Stadland, 20.3.2014)
Antwort: “Frisch und optimal gereift geerntet ist am besten. Aber da hilft fast nur selbst pflücken – die Menschen bestehen heute darauf, dass alles immer verfügbar ist. Und das bekommen sie auch. Gefrorenes Obst ist besser als gar kein Obst. Der Vorteil von gefrorenem Obst im Gegensatz zu überlagertem Obst aus dem Kühlhaus ist, dass die Früchte wirklich im optimalen Reifestadium geerntet werden – denn nur dann sind die erwarteten Nährstoffe auch drin. Durch falschen Erntezeitpunkt und langes Lagern geht vermutlich mehr verloren als bei richtigem Erntezeitpunkt und professionelles Schockfrosten. Auch wenn das unromantisch klingt. Gezuckert ist natürlich böse – der Zucker befeuert wieder den “inneren Gärtank”, dazu alle anderen Nebenwirkungen für den (Fett-)Stoffwechsel bis zur Förderung der Diabetesgefahr.” (Herbalista)

 

Wildkräuter einfrieren

Frage:  Ist Einfrieren auch ohne Luftabsaugen möglich? Welches Gerät benutzen Sie zum Luftabsaugen? (F.N., Heilpraktiker – 04.04.2014)

Antwort: Im Buch „Wilde Grüne Smoothies“ gebe ich den Tipp, beim Einfrieren die Luft aus dem Gefrierbeutel bestmöglich zu entfernen. Denn: Je schneller das Gefriergut durchfriert, desto besser die Qualität. Luftabsaugen beseitigt das isolierende Luftpolster um Wildkräuter. Ansonsten gilt wie beim Trocknen: Stängel möglichst vorher entfernen. Da ich portionsweise einfriere, verwende ich kein Luftabsauggerät, sondern mache es wie die Hausfrauen in England:

Lege die Kräuter flach in den Beutel. Fasse ihn oben mit der Faust zusammen, als ob du ihn aufblasen möchtest und sauge die restliche Luft heraus. Fertig! Dann am besten mit einer Gefrierklammer verschließen – und – beschriften! Mit Pflanzenname und Datum. Erst einmal gefroren, sieht das ganze Grüne sich recht ähnlich 🙂 Mein Luftabsauggerät habe ich entsorgt, da es mir zu viel Platz eingenommen hat.” (Herbalista)

 

Getrocknete Kräuter in Smoothies?

Frage: Spricht etwas gegen das Trocknen von Kräutern? Nachteile?
(F.N., Heilpraktiker – 04.04.2014)

Antwort: “Die Wilde Grüne Smoothie-Kräuter sind meist krautige Pflanzen bzw. sie befinden sich in der Frühjahrsphase, wo die “Energie” der Pflanze vor allem im Grün steckt. Meiner Erfahrung nach bleibt diese knackige, stark wasserhaltige Frische in Geschmack und Konsistenz beim Einfrieren am besten erhalten. Wer es genau nimmt wäscht die Kräuter zuerst, schleudert sie trocken und friert sie in möglichst dünner Lage. Je schneller das ganze durchfriert, umso besser für die Qualität. Giersch oder Melde sind Pflanzen die ich nicht trocknen würde, Brennnesselblätter hingegen kann man sehr gut trocknen (für Brennesseltee etc). Für Smoothies, wie auch für spinatige Gemüse würde ich immer einfrieren. Trocknen erzeugt meiner Erfahrung nach eine andere Qualität. Getrocknet sind die Pflanzenteile ab Sommersonnwende (d.h. vor allem aber Blüten und Samen) optimal zu verwerten. Bei vielen krautigen Pflanzen verändert sich der Geschmack (Oxidation). Ebenso, wie sich bei empfindlichen Pflanzenteilen (Blüten z.B.) die Konsistenz beim Einfrieren stark leidet. Getrocknete Pflanzenteile (im Winter trotzdem hilfreich, um die Wirkung der Heilkräuter zu erschließen) empfehle ich, vor dem Smoothiemixen über Nacht als Kaltauszug einweichen (0,1 l Wasser) und das Einweichwasser mitzuverwenden.” (Herbalista)