„Fastenzeit“: Entgiften & Regenerieren mit Wildkräutern

Die traditionelle Fastenzeit fällt für uns in Mitteleuropa in den Vorfrühling: Die Tage werden länger, der Grundumsatz steigt, unser Stoffwechsel nimmt Fahrt auf. Abnehmen geht nun fast von allein …
Entgiften, Straffen und Regenerieren: die besten Detox- und Anti-Aging-Kräuter wachsen jetzt frisch auf der Wiese!

Wildkräuter, Fasten-Rezepte und Anwendungen:

Während des Fastens trinkt man wärmende (basische) Fastenbrühe und Kräutertees. Diese können auch gut aus getrockneten Kräutern hergestellt werden. Das „Fastenbrechen“ dann feiern wir im Wildkräuterjahr traditionell mit der „Gründonnerstagssuppe“, oft auch „Grüne Neune“ genannt. Wir haben „das Alte“ hinter uns gelassen – das Jahr kann unbeschwert beginnen!

Wildkräuter-Rezepte zum Fasten:

> Rezept 1 „Entgiften“: Fastenkräutertee nach Phyto-Apothekerin Margit Schlenk

Rezept 2 „Ausleiten“: Frische Fasten-Kräuterbrühe nach Ursel Bühring

> Rezept 3 „Aufbau“: Gründonnerstags-Suppe „Grüne Neune“

TOP 10 der Wild(kräuter) zum Fasten:

Folgende heimische Kräuter/Wildpflanzen unterstützen EFFEKTIV die körpereigenen Entgiftungsfunktionen:

Weiterlesen

Vogelmiere (Stellaria media) ++

Die VOGELMIERE (Stellaria media) – leckerster „Rund-ums-Jahr“-Vitamin C-Lieferant unserer heimischen Wildkräuter – ist mein Geheimtipp für die

2 Handvoll Vogelmiere decken den Tagesbedarf einenes Erwachsenen an Vitamin C.  1 Handvoll (siehe Bild) = 22,58 g :-) schnelle Wildkräuterküche.

!! 2 Handvoll Vogelmiere decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Eine Handvoll = 22,58 g (siehe. Abb.)!!  Weiterlesen

AUSGEBUCHT: Workshop „Wildkräuter-Fermentation“ mit Gastdozentin „Fermentation Love“ aus Hamburg am 30.Mai 2026

Wildkräuter-Fermentations Workshop Herbalista

Samstag, 30.05. Wildkräuter sammeln und fermentieren mit Fermentista & Herbalista

Der Workshop "Wildkäuter-Fermentation" war innerhalb weniger Stunden ausgebucht! Vielen Dank für dein Interesse. Weitere Workshops findest du hier:
>> FERMENTISTA Workshops 2026
>> HERBALISTA Workshops 2026

Einmal im Jahr lade ich eine Top-Referentin ein! 2026 kommt die Harvard-zertifizierte Fermentista und Ferment-Kochbuchautorin Katsu Lask von „Fermentation Love“ aus Hamburg. Ich liebe ihren Fermentations-Blog seit vielen Jahren, denn ich kenne kaum jemanden, der dieses Thema derart intelligent und vielseitig in all seinen Facetten bearbeitet …

Weiterlesen

Orangen-Eis „Schneeball-Granita“

Eingeschneit! Und Schnee ist nicht nur die Basis jeder Schneeballschlacht, sondern auch für dieses überraschende südintalienische „Kinderglück-Rezept“ das Winterspaß & Sommerglück (Orangenduft) auf so grandiose Weise vereint: Granita aus Schnee.

Harbalista. Orangen Granita – Eis aus Schneeball und Orange

Rezept „Die Schneeball-Granitá“
Mengenangaben für 2 Personen.
Für 2 Gläser à 0,1 l.

Zutaten:

  • Landschaft mit sauberer Luft
  • 1 Schneeball aus frisch gefallenem Neuschnee
  • 1 frisch geerntete, vollreife Bio-Orange
  • 1 TL Puderzucker (optional)
  • Minze (optional)

Zubereitung „Schneeball-Granita“:

  1. Orange mit ca. 1/4 der Zeste grob in Stücke schneiden und pürieren
    (Pürierstab)
  2. Optional: Wem es süß mag, gibt nach Geschmack Puderzucker zu
  3. Schneelball formen – zum Orangenmus geben und ganz kurz einrühren – fertig ist die Granita 🙂
  4. Mit Minze oder afrikanischem Basilikum dekorieren (falls selbige noch nicht abgefroren)

Das Rezept ist kinderleicht und dauert nur ca. 20 Sekunden. Nun in die Gläser geben – und draußen im Schnee genießen. 

Ungespritzte Orangen

Warum Orangen „Alte Sorten“? Die Schalen dieser sind Orangen besonders dünn, darum wenig bitter – das Bittere steckt im Weißen („Albedo“) der Schale. Genau deshalb sind sie aber nicht lange lagerbar und folglich aus dem Handel verschwunden. Doch der Geschmack – unvergleichlich …!

Weiterlesen

Wieviel Frost brauchen Schlehen?

Frage: „Wieviel Frost brauchen Schlehen, um für die kulinarische Weiterverarbeitung genießbar zu sein? Und kann das Frosten auch im TK-Fach stattfinden?“ (Christof aus Köln, Dezember 2025)

Diese Frage, wie ob und wieviel  Frost die Schlehe (Prunus spinosa) braucht, bevor sie kulinarisch verwertbar ist, beschäftigt die Cottage-Küche schon lange.

FAKT: Frost = Weniger Gerbstoffe + mehr süße Fructose

In folgender Studie*

Weiterlesen

Einladung zum Mühlentag!

🙂 Save the Date 🙂 … Pfingstmontag, 25. Mai 2026 öffnet unser Wildkräuter-Seminarhaus Oedmühle zum 33. Deutschen Mühlentag. Stündlich Führungen durch die mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichneten Oedmühle. Programm: Stündlich Führungen, altes Handwerk, Mühlen-Flohmarkt, hausgebackene Spezialitäten, Bier und Blütenstaussschorle. Herzlich Willkommen!

PROGRAMM 2026:

  • ab 11 Uhr: Mühlenführungen
    Stündlich Führungen durch die 5-geschossige Kunstmühle
  • ALTES HANDWERK“ DER REGION:
    Der Eisenbieger: Garteneisen & Rankgerüste
    Eine Klöpplerin Betty Helmich zeigt ihr Handwerk
    Die Papiermacherin zeigt ihr Handwerk und hat die süßesten Geschenkschächtelchen der Welt
    Wildholzmöbel & photographisches Upcycling
    Die Seifensiederin hat ihre neusten Naturseifen dabei
    Rund um’s Schaf: Nina vom Rechenberg bringt Schafwoll-Pellets (absolute Superfoods fürs Gemüse) und kuschelige Felle mit
    Die Imker mit Bienenkino
    Unser Korbmacher repariert auch!
    Drechsler mit z.B. Gewürzmühlen aus wildem Schlehenholz …
  • … und ‚was Gouts: Bier vom Fass & Brotkuchen,
    Kaffee, hausgemachte Kuchen nach historischem Rezept
    und Kräuterspezialitäten
  • Bringen Sie Ihre PICKNICKdecke mit und machen Sie es sich gemütlich!

> Grüne Smoothies … gesund oder gefährlich?


Kann etwas Gutes schlecht sein? Ja! … und wie! Genau das ist es, was das Leben so spannend, aber auch schwierig macht. Udo Pollmer hat in „Deutschlandradiokultur“ mit dem Beitrag „Grüne Smoothies – Leberschaden inklusive“ einen hoch erfolgreichen Aufreger – 342 Personen gefällt das, 351 mal geteilt, 161 Kommentare. 🙂 – in die Smoothie-Szene gepoltert. Chapeau! Nun möchte ich allen, die ernsthaft an „Grünen Smoothies“ interessiert sind – und das sind viele – hier die Überlegeungen mitteilen, die mich bewegt haben, als ich das Buch „Wilde Grüne Smoothies“ verfasst habe. Bitte verzeiht, wenn das eine oder andere wenig „charmant“ klingt. 😉 Udo Pollmer hat natürlich „teilrecht“. In jedem Gerücht steckt ein Körnchen Wahrheit. Klar… wenn ich jeden Tag hochdosiert „Grün“ zu mir nehme, ohne eine Kuh zu sein, kann ich durchaus kurz- bis mittelfristig gesundheitliche Probleme bekommen. Dem Menschen fehlt der Pansen zum Wiederkäuen.

Wie man Grüne Smoothies „körperfreundlich“ zubereitet …

Es hilft ein leistungsstarker Mixer, der als „Zerkleinerer“ einen wichtigen Part der Kohlehydratverdauung aus dem Mund (wir alle schaffen es nicht so intensiv zu kauen, dass wir z.B. Wildpflanzen voll aufschlüsseln könnten) heraus „vorverlegt“. Der zweite, ebenfalls im Mund stattfindende Verdauungsprozess für Kohlehydrate (vor allem Stärke), ist das Einspeicheln, d.h. es wird begonnen, den zerkleinerten Nahrungsbrei mit Amylase enzymatisch aufzuspalten. Das Einspeicheln wird in einschlägiger Literatur zwar erwähnt, in der Praxis aber in Rezepten und Anweisungen leider meist unterlaufen („Du merkst selbst was Dir guttut …“). Ist der Grüne Smoothie zu flüssig, wird er reflexhaft und schnell (weil’s so bequem ist 🙂 ) heruntergetrunken, das Einspeicheln wie beim Kauen entfällt – nicht gut! Meines Erachtens ist es darum sinnvoll, dass der Grüne Smoothie „Konsistenz“ aufweist. Außerdem rein kulinarisch: Wasser ist kein Geschmacksträger. Das kann man auch gut separat trinken. Es gehört zu den Grundregeln eines Grünen Smoothie, dass keine zusätzlichen Eiweiße oder Fette hinzugefügt werden. Warum? Weil deren Verdauungsprozess dieser Nahrungskomponenten im Körper anders abläuft. Wenn wir einen Grünen Smoothie schnell, frisch und unangestrengt verdauuen wollen, unterliegt er dem Reinheitsgebot: also Wasser, Frucht, Blattgrün (Wilde Grüne Smoothies, Seite 42).

Kleiner Exkurs: „Je bequemer, desto gefährlicher“

Dies gilt übrigens generell im Leben, nicht nur für Grüne Smoothies … Beispiel: Schnelle Autos sind toll, versauen aber die Umwelt. Und sorgen dafür, dass wir und zu wenig bewegen. Letzteres führt unweigerlich zur häufigsten Todesursachen in unserer zivilisierten Welt: Herz-Kreislaufkrankheiten. Beispiel: Eine warme Wohnung, in der man bei 25°C im T-Shirt vor dem Fernseher liegen oder am Computer sitzen kann ist toll. Leider fördert dieses Raumklima gleichermaßen die Ausbreitung von „zwischenmenschlichen Infektionen“ und den Schimmelpilzbefall, der wiederum zu Streit mit dem Vermieter und Allergien führt. In meiner Mühle z.B. leben wir bei einem Raumklima von 16 – 18 °C (Baudenkmal) – und haben derlei Probleme nicht.

Die Dosis macht das Gift

Bei der Recherche für mein Buch bin ich bei vielen Veröffentlichungen zum Thema „Grüne Smoothies“ auf eine Geisteshaltung gestoßen, die mich erstaunt hat: „Viel hilft viel“. Da wird klassifiziert in „Anfänger“ und „Fortgeschrittene“, als ginge es darum, den Rekord als „Green Giant“ zu brechen. Diese Denkrichtung (aber auch nur diese) thematisiert Pollmer in seiner Polemik. Nach meinem Wissensstand möchte ich folgendes zu bedenken geben:

1. „Weniger ist mehr“  – Grüne Smoothies sind per se hochdosiert:

Schaffe ich es, die Inhaltsstoffe in einer wesentlich höheren Dichte aufzuschlüsseln, als mein Körper kann, heißt das nicht, dass mein Körper das braucht oder in der Lage ist, daraus Nutzen zu ziehen. Logischer Gedankengang wäre: Die Mixertechnologie stellt und eine derartige Qualität zur Verfügung, dass wir WENIGER brauchen. Mir persönlich reichen 0,1l bis 0,2 l Wilder Grüner Smoothies als „Tagesdosis“ durchaus. Natürlich sind Wildkräuter an Inhaltsstoffen erheblich konzentrierter als Kulturpflanzen (Wilde Grüne Smoothies, Seite 12). Wenn ich also z.B. Brennessel in meinen Smoothie gebe und sie hat 173 mg Chlorophyll b und Spinat 20 mg (pro 100 g essbarem Inhalt), dann brauche ich doch nicht lange rechnen, wie viel ich von diesem Super-Booster trinken muss um meinen Tagesbedarf zu befriedigen. Als „Nicht-Rechenkünstler“ würde ich sagen: viel, viel weniger!! 2. „Gartenabfälle“? – ach nein, wie humorlos 🙁

„… Denn für grüne Smoothies kommen sogar Gartenabfälle in den Mixer – neben Radieschenlaub auch Rhabarberblätter oder Unkraut wie Brennnesseln und Sauerampfer; dazu eine Handvoll Laub von Bäumen, verfeinert mit Brokkolisprossen. Das ist so neu nicht: Eine Brühe aus Brennnesseln und Rhabarberblättern nimmt der Biobauer zur Bekämpfung von Blattläusen.“ Deutschlandradio, Gefährlicher Küchentrend 

Der Autor und seine redaktionellen Erfüllungsgehilfen polemisieren weiter. Also die Natur – und das kann ich, da ich mit ihr zusammenlebe, aus erster Hand berichten – kennt keine „Gartenabfälle“. Ihr ist es egal, ob wir das Radieschen essen oder das Kraut (Igitt??) – es gibt übrigens prima Radieschensuppe aus Radies & Blatt, die Endlische Cottageküche folgt da einer anderen Tradition – ob unsere Tulpen gerade stehen oder „wasauchimmerwirgeradeschönfinden“ … Frage: Bekommt uns Radieschenkraut? Bekommen uns Brennesseln? Bekommt uns Sauerampfer? (Rhabarberblätter bekommen uns NICHT – das weiss jedes Kind). Und wenn ja – wie viel bekommt uns? Hier gilt siehe oben – je feiner aufgeschlüsselt, desto weniger (ver-)braucht der Mensch. Eigentlich praktisch – oder? Ein Grundwissen, was einem bekommt und was nicht, ist für ein glückliches Leben generell unverzichtbar. Aber das lässt sich durchaus zu erwerben. Besucht eine Kräuterführung. Du musst dir nur immer vergegenwärtigen, dass ALLES, was hochEFFEKTIV ist, mit Fingerspitzengefühl dosiert werden will. Denn:

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Paracelsus.  Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte. In: Septem Defensiones 1538

Die im Beitrag gescholtene Brennnessel z.B. genießt seit jeher als Frühjahrskur hohes Ansehen. Und das umschreibt den Rahmen der evaluierten Dosierung. Alles andere ist alles andere.

2. … EHEC und böse Sprossen…

In diesem Absatz wird alles miteinander verheiratet, was nicht zusammengehört. Nicht nur, dass bereits 2011 durch eilige Berichterstattung über die EHEC-Keime ein völlig unschuldiger norddeutscher Familienbetrieb in die Insolvenz getrieben wurde. Auch die These „Glücklicherweise konnten damals viele unvorsichtige Esser durch ein nicht zugelassenes gentechnisches Präparat gerettet werden,“ ist meines Erachtens eine Räuberpistole erster Güte. Soviel ich aus heilmedizinischen Kreisen weiss, wurden die Patienten über schlichte Bluttransfusionen gerettet.

3. Brokkolisprossen-Forschung

Brokkolisprossen indes wurden mit einigem Erfolg von Prof. Dr. rer. nat. Ingrid Herr, bis 2023 Leiterin OnkoChirurgie Universitätsklinik Heidelberg, in einem der seltenen, von Pharmaunternehmen unabhängigen Forschungsprojekten über die Wirkung von LEBENSMITTELN auf Krebs untersucht. Das Projekt wurde leider ieingestellt, was daran liegen könnte, dass es für Pharmaunternehmen kein Ansatz ist, den Verzehr von frisch gekeimten Sprossen finanziell zu unterstützen. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt ….

–>> Links 
pubmed:  Forschungsprojekte Dr. Ingrid Herr Sulforaphan & „Brokkolisprossen“
Gesundheitsblog Dr. Ingrid Herr: Anleitung zum Eigenanbau von Brokkolisprossen

4. Rohe Blattgemüse sind die wichtigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen“?

Halali … Tolle Theorie, die ich voller Freude anzweifle! Beweislage? Offen. Aber … bringt sicher viel Aufmerksamkeit (siehe oben). Dieser Strategie kann ich persönlich nicht mehr viel abgewinnen. Ich möchte nur noch DInge schreiben, die den Menschen nutzen…

Noch ein PRAXIS-TIPP:  Passt auf mit der Oxalsäure!

Ich bin inzwischen einigen Mixerexperten mit „Erfolgsrezept“ begegnet:

Frucht (z.B. Mango) +  Spinat (tolle Farbe) = Verkaufserfolg

Dieses Rezept solltet ihr auf Dauer vermeiden. Spinat enthält viel Oxalsäure. Wie auch Rhabarber, Sauerklee, Sauerampfer. Das mag für den gesunden Körper – ab und zu genossen – durchaus einen willkommenen „Trainingsseffekt“ haben. Nicht aber im täglichen Dauergebrauch. Nicht in der Dosierung, die in einem Grünen Smoothie bequem möglich ist. Wenn ihr hingegen oxalsäurehaltige Pflanzen wegen ihrer Limenttenfrische ab und zu genießt – wie eben auch ein Stück Rhabarberkuchen – seid ihr voll Vergnügen auf der sicheren Seite.

Dies ist meine persönliche Meinung und ersetzt weder Arzt oder Apotheker 🙂
Herzlich

Eure
Herbalista

HERBALISTA-EMPFEHLUNG: Grüne Smoothies sind DAS Top-Rezept fürs Frühjahr, hocheffektiv für die Frühjahrskur. Da sind die (Wild-)Pflanzen besonders reich an Vitaminen! Ideal für einen täglichen Power-Shot als Frühjahrskur.

Meine Buch-Empfehlung: „Wilde Grüne Smoothies“ von G.L.Bräutigam
Es lebe der gesunde Menschenverstand!

(Inhaltlich überprüft & Links aktualisiert 09.02.2026)

Schlehe | Haferschlehe (Prunus domestica subsp. insititia)

Die HAFERSCHLEHE  (Prunus domestica ssp. insititia). Man kann sie im Spätsommer direkt vom Baum essen um nach all den Hitzewellen mit entsprechender UV-Belastung den erhöhten Bedarf an Antioxidanzien zum Zellschutz mit Polyphenolen zu stillen.

Die adstringierenden, roten Farbstoffe sind in der milden Haferschlehe zwar nicht so überreich vorhanden wir in der Wildform der Schlehe (prunus spinosa), dafür schmeckt sie auch bei weitem nicht so adstringierend und kann just-in-time zur Zeit hoher Sonnenbelastung roh verzeht werden. Was auch einen maximalen  Vitamin C-Gehalt zulässt.

Die Haferschlehen-Früchte schmecken wesentlich milder als die der Wildform, fast pflaumenartig. Sie haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm, sind bereits von August zur Erntezeit des Hafers (daher der Name Haferschlehe oder Haferpflaume) erntereif. Zur Verarbeitung

Inhaltsstoffe der Schlehe:

Flavonoide (Polyphenole), Vitamin C, Gerb- und Bitterstoffe, Blausäure (nur im Kern)

Heilkraft der Schlehe:

  • adstingierend (Schlehenfrucht)
  • entzündungshemmend (Schlehenfrucht)
  • harntreibend (Schlehenblüte)
  • mild abführend (Schlehenblüte)
  • wärmend

Für naturmedizinische Zwecke ist aufgrund der höheren Dosierung die wilde Schlehe zu empfehlen. Zur allgemeinen allgemeinen Kräftigung der Immunabwehr in Zeiten der Rekonvaleszenz, bei Kindern, allgemein zum Zellschutz.

STANDORT: Die „domestizierte“ Schlehe ist eine Besonderheit klassischer Streuobstregionen wie der fränkischen Schweiz, aber auch in Schleswig Holstein und wurde bevorzugt am Rand alter Obstgärten gepflanzt.

SAMMELN: Die Haferschlehe reift zur Erntezeit des Hafers ab Mitte August, bleiben aber lange ohne Qualitätseinbuße am Holz hängen. Sie blüht Mitte Mai, auch die Blüten sind essbar.

VERWENDUNG: Die Haferschlehen-Blüten in Tee (leichtes Laxans) oder als Likör. Aufgrund ihrer Fruchtigkeit eignen sich meines Erachtens Haferschlehenfrüchte – außer zum roh essen – vor allem besonders gut zur Herstellung von Schlehenmus, das man dann auch sehr gut in Wildfrüchtekuchen verarbeiten kann. Dafür sind mir persönlich die Wilden Schlehen dann doch etwas zu adstringierend im Mund.

„Quetsch-up“ – die geniale Zwetschgen-BBQ-Sauce

„Quetsch“ heißt die Zwetschge im Elsass – und hier habe ich diese leckere Ketch-up-Variante entwickelt: statt Tomaten sonnensüße Zwetschgen plus ein Apfel alter Sorte zum Gelieren. Ein echtes Streuobstgwiesen-Rezept …

Zutaten:


1800 g Zwetschge, entkernt
1 großer Streuobstapfel (etwas unreif), kleingehackt
2 mittlere Zwiebeln, kleingehackt
2 EL Olivenöl
80 ml Weinessig
45 g Zucker
1 Peperoni (klein)
1 EL Salz
6 Zwetschgenkerne
Bouquet-Garni: Dost, Schafgarbenblüte, Basilikum, Lorbeer, Orangenblatt



Zubereitung:


Zwiebeln im Olivenöl an braten, mit 1 EL Zucker karamelisieren, den gewürfelten Apfel zugeben und 2-3 Minuten anbraten. Die entsteinten Zwetschgen dazu (6 Kerne aufklopfen und das innere für einen Hauch Bittermandelaroma zugeben).

Nun den Essig, Salz, den restlichen Zucker, und die klein gehackte, entkernte Peperoni zugeben. Unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten zu Mus verkochen. Die Kräuter zu einem Würzstrauß (=Bouquet-Garni) binden, so dass man sie einfach wieder entfernen kann. Noch 20 Minuten mitkochen, dann entfernen.

Mit dem Pürierstab glatt mixen und heiß in kleine Ketch-up-Flaschen füllen. Sofort verschließen, umgedreht auskühlen lassen.

Mein Tipp für alle Grillabende – auch als Mitbringsel –
Quetsch-up“ statt Ketch-up 🙂

Guten Appetit wünscht diir deine

HERBALISTA ®

Leonie